Basische Ernährung: Ist sie wirklich so gesund?

Pascal Pape

Zuletzt aktualisiert: 27.04.2019

Basische Ernährung: Ist sie wirklich so gesund?

Letztens kam ein Leser auf mich zu und hat mich gefragt, warum ich Fleisch und Fisch als Teil einer gesunden Ernährung empfehle: “Heißt das also, du hältst basische Ernährung nicht für sinnvoll?”

Auch andere Leser haben schon ähnliche Fragen gestellt und waren der Überzeugung, dass tierische Produkte pauschal schlecht seien, da sie “sauer” sind und man sie deshalb meiden sollte. Das hat mich veranlasst, dieses Thema noch einmal aufzugreifen und für etwas Klarheit zu sorgen. Denn wie immer, kursieren viele Missverständnisse zu Übersäuerung und basischer Ernährung. Was ist das überhaupt? Ist basisch gesund und sauer schlecht? Was bedeutet das für meine Ernährung?

Die Theorie der basischen Ernährung

Jeder kennt vermutlich noch den pH-Wert aus dem Chemie-Unterricht. Mit dem pH-Wert lassen sich Säuren und Basen unterscheiden:

  • 0 – 6: Sauer
  • 7: Neutral
  • 8 – 14: Basisch

Unser Blut wird streng reguliert, ist ganz leicht basisch und liegt im pH-Bereich zwischen 7,35 und 7,45. Auch Lebensmittel lassen sich in sauer und basisch unterteilen. Hierbei zählt jedoch keine direkte Messung, sondern wie sie in unserem Körper verstoffwechselt werden.

Jedes Lebensmittel enthält säurebildende und basenbildende Komponenten. Ob ein Lebensmittel als sauer oder basisch gilt, hängt davon ab, welcher Teil überwiegt. Deshalb ist bereits die Unterteilung oft schwierig, weil der Ablauf im Körper nicht immer eindeutig ist.

Die pauschale Unterteilung sieht ungefähr so aus:

  • Sauer: Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Getreide, Eier, Nüsse, Alkohol, Süßigkeiten und verarbeitete Lebensmittel
  • Neutral: Natürliche Fette und Ballaststoffe
  • Basisch: Gemüse und Früchte

Doch es herrscht große Uneinigkeit im Lager der basischen Ernährung:

Der eine sagt, Hülsenfrüchte sind sauer, der andere sagt, Hülsenfrüchte sind basisch. Einerseits gelten Obst und Gemüse pauschal als basisch, andererseits ist man sich bei einigen Sorten nicht so sicher. Manche Quellen sagen, einige Beerensorten wie Blaubeeren bilden eine Ausnahme und sind sauer, andere sagen, auch die Blaubeeren sind basisch, wieder andere lassen die blöden Blaubeeren einfach ganz raus.

Die Unterteilung in sauer und basisch ist nicht immer eindeutig.

Was ist eine basische Ernährung?

Bei “sauren” Lebensmitteln entstehen während der Verstoffwechselung Säuren. Um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten, muss unser Körper die anfallenden Säuren neutralisieren – denn ein Abweichen des pH-Wertes unseres Blutes wäre lebensgefährlich.

Um Säuren neutralisieren zu können, braucht unser Körper basische Mineralien wie Calcium. Die Theorie besagt, wenn nicht genügend Mineralien durch die Nahrung zur Verfügung stehen, so betreibt unser Körper schlichtweg Raubbau: Er zieht dann zum Beispiel Mineralien wie Calcium aus den Knochen, wodurch diese brüchig werden.

Das klingt nicht schön. Die Theorie der basischen Ernährung unterteilt deshalb Lebensmittel in gute basische und die bösen sauren Lebensmittel, die Nährstoffe rauben. Die basische Ernährung sollte folglich nur aus basischen Lebensmitteln bestehen. Oder?

Auch hier sind sich die Verfechter der basischen Ernährung noch nicht richtig sicher. So heißt es zum Beispiel auf der Seite Zentrum der Gesundheit einmal: “Die basische Ernährung besteht […] ausschliesslich aus gesunden basischen Lebensmitteln”, aber an anderer Stelle heißt es plötzlich:

“Säure bildende Lebensmittel sind nicht in jedem Falle automatisch auch schlecht und ungesund. Im Gegenteil: Es gibt Lebensmittel, die zwar durchaus Säure bildend wirken können, aber gleichzeitig sehr gesund sind […]”

Sprich: Eigentlich weiß man es selbst noch nicht so richtig.

Basische Ernährung: Sauer ist ungesund? Doch nicht immer?
Nur basisch? Ein bisschen basisch? Die Defintion bleibt schwammig.

Ist eine rein basische Ernährung gesund?

Bei der basischen Ernährung wird anhand nur eines Merkmals klar in schwarz oder weiß unterteilt. Doch wie kommt man dazu, Ernährung derart zu vereinfachen? Leicht erklärt.

Wenn Du die sauren Lebensmittel betrachtest, fällt Dir dann ein Muster auf? Fleisch, Fisch, Milch… Na? Kommt Dir das bekannt vor? Ganz genau, alle tierischen Produkte fallen unter “saure Lebensmittel” und werden pauschal mit verarbeiteten und industriell hergestellten Pseudo-Lebensmitteln in eine Schublade geschmissen. Wie praktisch für alle Verkäufer von veganen Lebensmitteln.

Blöd nur, dass Ausreißer wie zum Beispiel Proteine ganz schlecht ins Bild passen. Unser Körper braucht ein breites Spektrum an Aminosäuren als Bausteine. Jedoch werden fast alle Aminosäuren nunmal sauer verstoffwechselt – egal ob pflanzlich oder tierisch, egal ob Kuh, Erdnuss oder Sojamilch. Und man kann auch schlecht einzelne Aminosäuren weglassen, denn unser Körper braucht nunmal alle essenziellen Aminosäuren, auch die bösen sauren.

Spätestens an diesem Punkt fällt das Kartenhaus der basischen Ernährung in sich zusammen. Die guten Nüsse, der gesunde Fisch und selbst der treue BIO-Tofu fallen in die saure Ecke.

Eine zu basische Ernährung enthält zu wenige Aminosäuren und ist genauso ungesund wie eine zu saure Ernährung.

Sind basische Lebensmittel gesünder?

Also, reden wir mal Tacheles: Auf welchen Studien baut die Theorie der basischen Ernährung auf? Sind basische Lebensmittel gesünder?

Tatsächlich lügen die großen Überschriften nicht, es gibt verlässliche Studien, welche die basische Ernährung scheinbar untermauern und zum Beispiel behaupten: “Basische Ernährung fördert die Knochengesundheit.”

Schafft man es aber seinen faszinierten Blick von der Überschrift zu wenden und auch mal in die Studien reinzuschauen, so fällt einem ein durchgängiges Muster auf: So wurde in einer beliebten Studie aus The American Journal of Clinical Nutrition gar nicht das Säure-Base-Verhältnis der Ernährung gemessen. Sondern man hat einfach nur die Kaliumzufuhr als ungefähren Richtwert verwendet. Wo ist Kalium drin? In Obst und Gemüse.

Auch bei anderen Studien wie der im The Journal of Nutrition veröffentlichten heißt es lediglich: “Der Konsum von Kalium, Magnesium, Früchten und Gemüse” wird mit einer besseren Knochengesundheit assoziiert.

Die meisten angeführten Studien sagen also nichts anderes als “Obst und Gemüse sind gesund”. Denn was sind basische Lebensmittel? Hauptsächlich Obst und Gemüse. Sind basische Lebensmittel gesund? Selbstverständlich!

Ich stelle mir persönlich die Frage “was soll das?” Wir können gerne mal eine Umfrage starten, aber ich denke, das ist den meisten Menschen längst bewusst.

Bahnbrechende neue Erkenntnis: Der Konsum von viel Obst und Gemüse ist gesund.

Die Frage sollte deshalb doch vielmehr lauten:

Sind saure Lebensmittel ungesund?

Hier wird es noch etwas komplizierter und man muss sich noch genauer durch die Details der Studien wälzen. So hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass nicht nur Milch, sondern alle tierischen Proteine Calcium aus den Knochen ziehen.

Wie vorher bereits angesprochen, sind selbst pflanzliche Proteinquellen sauer – auch zum Beispiel Chia-Samen & Co. Streng genommen müsste man also fast alle Proteinquellen als Calciumräuber bezeichnen. Doch sehen wir uns das genauer an.

Ein kurzer Blick auf die Studienlage und man liest, dass der Konsum von sauren Lebensmitteln tatsächlich zur erhöhten Ausscheidung von Calcium über den Urin führt. Die voreilige Schlussfolgerung lautet jetzt: “Wer mehr rauspieselt, hat weniger Calcium im Körper. Und dieses Calcium wird aus den Knochen geraubt.”

Eine Meta-Analyse von fünf zuverlässigen Studien zeigte aber, dass diese Annahme falsch ist. Zwar beobachtete man auch hier, dass mehr Säure im Urin mit mehr Calcium im Urin assoziiert wurde. Jedoch gab es keinen Zusammenhang zwischen der Säure im Urin und dem Calcium-Level im Körper.

Upps. Wie kann das sein? Ganz einfach, Studien haben gezeigt, dass Proteine die Absorption von Calcium in unserem Darm erhöhen. Wenn wir mehr Proteine konsumieren, absorbiert unser Körper Calcium derart gut, dass er zwar auf der einen Seite mehr Calcium ausscheidet, aber auf der anderen Seite oft sogar mehr Calcium zur Verfügung hat als vorher.

Auch in einer großen Meta-Analyse aus 61 Studien wurde beobachtet, dass ein hoher Proteinkonsum mit gesunden Knochen in Verbindung steht. Diese Argumentation ist so wasserdicht, dass sie sogar in die andere Richtung funktioniert. In einer Studie wurde der Proteinkonsum dramatisch begrenzt, was in einem Abfall der Knochenmasse und -stärke resultierte.

Proteine sind zwar säurebildend, dennoch zum Beispiel für die Knochengesundheit unersetzlich.

Fazit: Basische Ernährung wird falsch propagiert

Es ist unklar, was genau man mit der Theorie der basischen Ernährung bezwecken möchte. Natürlich sind basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse unheimlich gesund, saure Lebensmittel sind jedoch genauso wichtig und gesund. Tierische Lebensmittel lassen sich keineswegs mit Fast-Food, Tütensuppen oder Giften wie Alkohol in eine Schublade stecken.

Übrigens ist wie immer die Qualität entscheidend: Wer Kühe mit unnatürlichem Futter wie Getreide und Mais füttert, setzt diese Tiere einer Übersäuerung aus. Fleisch aus Massentierhaltung ist also unnatürlich säurebildend und kostet damit tatsächlich unnatürlich viele basische Mineralstoffe. Wer also dafür sensibilisieren möchte, dass tierische Produkte aus Massentierhaltung ungesund sind, erhält unseren vollen Zuspruch.

Natürliche tierische Lebensmittel bleiben aber gesund. Proteine unterstützen sogar unsere Nieren und helfen unserem Körper Säuren auszuscheiden. Sie sind also säurebildend, entsäuern aber gleichzeitig.

Wer sich sehr stark basisch ernährt, begünstigt einen Mangel für zahlreiche Nährstoffe – darunter Vitamin B12, Calcium, Zink, Vitamin D, EPA und DHA – und den Krankheiten, die damit in Verbindung stehen.

Wie immer geht es also um die richtige Balance. Gleichgewicht und Vielfalt machen eine natürliche Ernährung aus und eine natürliche Ernährung ist eine gesunde Ernährung.

Hi, ich bin Pascal Pape

Ich helfe Dir, Verantwortung für Deine Gesundheit zu übernehmen. Lass uns gemeinsam hinterfragen, was wirklich gesund ist. Weiterlesen…

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9 Kommentare

  1. Daniela

    Ich finde das die Ernährung ausgewogen sein muss. Man sollte sich niemals nur auf einen Bereich versteifen und komplett auf wichtige Ernährungsbestandteile verzichten.

    LG Daniela

    Antworten
  2. Walter Henninger

    Hauptstraße 22
    Ich bin jetzt 80, ernähre mich überwiegend basisch. Genauer: Fleisch 1-2 mal pro Woche, Wurst einmal pro Monat,1 Portion Leber pro Monat, Milch nur im Kaffee, wenig Käse. Zuviel Alkohol (60 g täglich)! Täglich: Gemüse, Kartoffeln, Vollkorn-Nußbrot, Vollkornmüsli mit Rosinen, Salat mit Zitrone, 1 Apfel, 1 Banane. – und bin gesund und schmerzfrei.
    Die allermeisten Fleischesser im Ort Quälen sich mit allerlei Gebrechen rum, vor allem mit Knochen- und Gelenkproblemen.
    Wie passt das zu obigem Artikel?????

    Antworten
    • Angelika Otten

      Hallo Walter Henninger, zu dem Text von Ihnen: “Die allermeisten Fleischesser im Ort Quälen sich mit allerlei Gebrechen rum, vor allem mit Knochen- und Gelenkproblemen.
      Wie passt das zu obigem Artikel????? ”

      Da kommt es bei den Fleischessern, denen es so schlecht ergeht, wie Sie schreiben, möglicherweise auf die Fleischqualität und die Quantität an.

      Ich esse meist 1 x pro Woche Fleisch, dann jedoch nur von Demeter Höfen.
      Ansonsten ernähre ich mich in jeder Hinsicht sehr ausgewogen und bin super fit, mit 69 Jahren.

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  3. Manuel Wohlers

    Moin, Moin!

    Ich bin seit 8 Jahren Koch und habe dementsprechend viel mit Lebensmitteln zu tun – in der vergangenen Zeit habe ich mich dennoch nicht wirklich “gesund” ernährt. Hier und da was gegessen, keine regelmäßigen Malzeiten, viel Fleisch und zwar insgesamt eine sehr ausgewogene Ernährung, aber dennoch eine eher säurebildende Ernährungsweise gelebt.

    Vor einem halben Jahr bin ich auf die umstrittene Seite Zentrum der Gesundheit gestoßen und habe zum ersten Mal angefangen mich für Ernährung richtig zu interessieren. Aufgrund meiner Berufserfahrung als Koch erlaube ich mir mal zu sagen, dass ein Großteil der Bevölkerung sich ungesund ernährt (Stichpunkt: Fertigprodukte) und viel schlimmer, dass in sehr vielen Restaurants das Augenmerk auf Geschmack und nicht auf Gesundheit liegt. Ich habe jahrelang nie gefrühstückt, viel Alkohol getrunken und mich im wahrsten Sinne des Wortes im Schlaraffenland bei der Arbeit befunden.

    Seitdem ich verstärkt auf eine ganzheitliche Ernährung achte mit viel frischem Obst und Gemüse, Fleisch meide und nur noch esse, wenn ich wirklich Hunger habe und das zu regelmäßigen Zeiten, geht es mir wesentlich besser. Ich war früher einer dieser Typen, die es cool finden einen fetten saftigen Burger mit ordentlich Bacon, Cheddarkäse und richtig versauter BBQ-Sauce zu fressen, dazu ein paar Pommes und ein Bierchen – geil.
    Ich weiß also ganz genau, wovon ich rede, wenn ich heute sage: Das ist bullshit! Die Gesellschaft, die Lebensmittelindustrie und der eigene Kopf suggeriert einem das.

    Trotzdem finde ich es gut kritisch zu sein und nicht Alles sofort zu glauben, was man irgendwo liest. Beim Lesen deines Eintrages ist mir aufgefallen, dass du einige Aussagen von der Seite Zentrum für Gesundheit nicht richtig wiedergegeben hast oder in einen falschen Zusammenhang stellst. Es gibt einmal die rein basische Ernährung, die komplett auf säurebildende Lebensmittel, wie z.B. Weizenmehl, Fleisch oder Milcherzeugnisse verzichtet. Diese Ernährungsform wirkt produktiv, wenn man seinen Körper entschlacken möchte, sprich alle in Darmflora, Bindegewebe, Atemwege oder im Lymphsystem abgelagerten Schlacken aus dem Körper ausleiten möchte – danach wird eine basisüberschüssige Ernährungsweise empfohlen. Hierbei werden ca. 20-30% der Ernährung mit “guten” säurebildenden Lebensmittel erweitert, um wie du auch gesagt hast wichtige Aminosäuren, etc. zu verstoffwechseln. Eine Übersicht über die verschiedenen sauren und basischen Lebensmittel gibt es hier: Link zu Zentrum der Gesundheit gelöscht.

    Auf der Seite von Zentrum der Gesundheit wird nicht unterteilt in “gute” und “schlechte” säurebildende Lebensmittel, weil man sich nicht sicher ist – wie du behauptest, sondern weil die einzelnen säurebildenden Lebensmittel auch noch andere für den Körper interessante Nährstoffe enthalten.
    Zum Beispiel sind Nüsse, Quinoa und Amaranth neben ihrer säurebildenden Wirkung auch reich an L-Tryptophan, welches ein Botenstoff für die Produktion von Seretonin im Gehirn ist. Seretonin, auch bekannt als Glückshormon, sorgt neben guter Laune auch für die Steuerung des Hungergefühls. Deshalb unterscheidet man “gute” und “schlechte” säurebildende Lebensmittel.

    Desweiteren ist mir aufgefallen, dass du gerne von den “bösen” säurebildenden Lebensmitteln sprichst – sicherlich um ein wenig zu provozieren, oder? 😉 Im Endeffekt geht es nicht wirklich darum und wie du ja auch selber sagst, ist es keine neue Erkenntnis, dass frisches Obst und Gemüse gesund sind.
    Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass vegan-regionale BIO-Märkte ein Arsch voll Geld für ihre Produkte verlangen und das auf der Seite Zentrum der Gesundheit auch eigene Nahrungsergänzungsmittel beworben und angeboten werden – aber irgendwie logisch, dass die auch Geld verdienen möchten.

    Es kommt auf eine ganzheitliche Ernährung an. Die meisten Fleisch, Fisch und Molkereierzeugnisse aus Massentierhaltung mit ihrer säurebildenden Wirkung sind somit einfach nur Müll für den Körper, mal von den ethischen Gründe abgesehen. Die wenigsten Menschen können es sich nicht leisten hochwertiges Fleisch vom Bauernhof des Vertrauens zu kaufen – also verzichte ich lieber darauf oder “gönne” mir hochwertiges Fleisch nur selten.
    Nebenbei: BIO war ursprünglich mal der normale Standard – doch leider ist der wirtschaftliche Aspekt so stark in den Vordergrund gerückt, dass man heute diese Unterscheidung anhand viel zu teurer BIO-Zertifikate macht. Viele Kleinbauern können sich das nicht leisten, gehen daran zugrunde und werden von Großbetrieben übernommen, die wiederum niederwertige Qualität zu günstigen Preisen anbauen und dann im Endeffekt Ernährungs-Schrott an die Endverbraucher verkaufen.

    Deshalb finde ich dein Fazit schon passend: Ja, basische Ernährung wird falsch propagiert. Aber was viel schlimmer ist:
    Im Allgemeinen wird ganzheitliche Ernährung falsch propagiert!

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    • Gisela

      Danke, ein sehr guter Artikel. Nur eines: Schlacken, die sich im menschlichen Körper befinden sollen, wurden noch nie als solche gefunden../ nachgewiesen.

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  4. Angelika Otten

    Seit vielen Jahren bin ich auf dem Weg der gesunden Ernährung. Ich lernte immer wieder Neues kennen, probierte aus und veränderte was ich als gut oder besser anerkannte. Inzwischen esse ich zum Frühstück selbstgequetsche Haferflocken. Ich gebe Gewürze, Beeren, Leinöl, Nüsse, Tahin, Samen und einen ganzen geriebenen Apfel hinzu. Das ganze wird mit warmen – gefiltertem – Wasser aufgefüllt und 30 Minuten stehengelassen.
    Mein PH-Wert bleibt seither im sehr guten Zustand.

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  5. Juergen J Jansen

    Hallo, dieser Meinung bin ich auch. Der Begriff Übersäuerung ist meines Erachtens falsch. Es ist eine Ungleichgewicht der Oxidationsreduktionsprozesse im Körper in Richtung der Oxidation. Wenn wir zu viel Oxidative Prozesse, auch oxidativer Stress haben, dann fehlt die Balance, die kann man mit richtigem Atmen dem Entgegenwirken aber auch mit Antioxidantien. a gibt es selektive und radikale Radikalfänger.

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  6. alex maier

    also….
    es ist im grunde sehr einfach.
    IM LEBEN, IN DER ERNÄHRUNG – IN ALLEM
    eine gute MITTE, eine BALANCE zu finden.
    eim einklang, dualität minus funktioniert ohne plus nicht. basisch braucht sauer. gäbe es kein sauer würde basisch keine funktion haben – die natur hat sich was dabei gedacht.
    all diese dummen menschen die denken einseitig wäre die lösung, tja. darum ist die welt wie sie nunmal ist.

    FAZIT: eine leicht basische ernährung ist deshalb anzuraten, da der moderne mensch eher zur übersäuerung neigt. ergo – eher basische ernährung damit man sich in der “mitte” ein-pendelt. das hunza volk (ca. 3500 menschen) werden alle im schnitt zwischen 94 und 104 jahre alt – dort stirbt keiner an krebs, oder anderen zivisilsationskrankheiten – todesursache ist meist altersschwäche und werden aufgrund dieser und ein paar anderer wesentlicher faktoren so alt. sie ernähren sich vegan, mit leichten basenüberschuss.
    übrigens auch gedanken machen “sauer”

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    • Pascal Pape

      Ja, ich sehe es doch genauso wie Du, kein Grund zu schreien. 😉 Die Balance ist entscheidend, egal ob vegetarisch, vegan, keto, paleo, was weiß ich was.

      Antworten

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