Die Cholesterin-Lüge: Natürliche Grenzwerte von Cholesterin

Pascal Pape

Aktualisiert: 22.1.2020

Die Cholesterin-Lüge: Natürliche Grenzwerte von Cholesterin

Cholesterin ist eines der gesundheitlichen Themen, das nicht nur in Medien, sondern auch in ärztlichen Fachzeitschriften immer wieder Ängste schürt und für Verunsicherung bei Patienten sorgt. Seit einigen Jahrzehnten dominiert das Vorurteil, Cholesterin wäre besonders schlecht und es wäre scheinbar nur dafür da, um unsere Arterien zu verstopfen. Auch Ärzte scheinen diese Auffassung breit zu vertreten und bekämpfen erhöhte Cholesterinwerte radikal mit starken Medikamenten, ohne auch nur ein einziges Mal nach links oder rechts zu schauen. Im Zusammenhang mit Cholesterin haben sich drei Kernaussagen verbreitet:

  1. Cholesterin im Blut erhöht sich durch eine cholesterinreiche Ernährung
  2. Ein zu hoher Cholesterinwert führt zu Ablagerungen in den Arterien (Arteriosklerose)
  3. Ein hoher Cholesterinwert führt zu Herzinfarkt und Schlaganfall

Doch in der Wissenschaftswelt spalten sich die Meinungen. Grund genug für uns, den einzelnen Punkten ein bisschen auf den Zahn zu fühlen. Was ist überhaupt Cholesterin? Wie sehen die aktuellen wissenschaftlichen Hintergründe aus? Was sind die Grenzwerte von Cholesterin und wieviel ist natürlich oder gesund?

Was sind die offiziellen Cholesterin-Grenzwerte?

Der empfohlene Grenzwert für unser Gesamtcholesterin liegt laut einschlägigen Fachzeitschriften und der Meinung vieler Ärzte bei ungefähr 200 mg/dl. So schreibt zum Beispiel die Apotheken Umschau: “Das Gesamtcholesterin im Blut sollte unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l) liegen.” Auch die Deutsche Herzstiftung stellt ähnliche Grenzwerte auf.

Ungünstig, dass der durchschnittliche Cholestinwert in Deutschland bei 236 mg/dl liegt und laut diesen Richtlinien über 80% der Bevölkerung krank und behandlungsbedürftig sind. Ärzte lassen sich leider häufig von Aussagen medizinischer Institutionen lenken – wie zum Beispiel von der Lipid-Liga – die sie freundlicherweise mit bunten Brochüren über den aktuellen Stand der Forschung aufklären oder sie sogar persönlich in der Praxis besuchen. Auch hier vertritt man die Meinung: Werte von 200-239 seien “grenzwertig erhöht”. Bei über 240 scheint der Sarg schon in Riechweite zu sein.

Viele Ärzte akzeptieren kritiklos die vorgesetzten Grenzwerte und vertreten die Meinung: “Ein Cholesterinwert über 200 ist ungesund und führt zum baldigen Herzinfarkt.”

Wir sagen: “Blödsinn!” Ein Cholesterinwert von 200-240 ist absolut normal und gesund, wie wir im Folgenden noch klären. Dazu aber erst ein paar Grundlagen.

Was ist eigentlich Cholesterin und was ist seine Funktion?

Cholesterin ist ein nettes kleines Lipid, das jede Zellmembran und unser Blutplasma schmückt. Cholesterin erfüllt lebensnotwendige Aufgaben. So ist es die Grundsubstanz unserer…

  1. Steroidhormone (z.B. Cortisol),
  2. Geschlechtshormone (wie Testosteron und Östrogen),
  3. Mitochondrien (auch bekannt als die Kraftwerke unserer Zellen), und von
  4. Vitamin D (Unersätzlich für den Aufbau von Knochen und Gelenken)

Klingt gar nicht so böse? Ganz im Gegenteil, Cholesterin zählt zu den Guten und hat alle Hände voll zu tun, weshalb unser Körper sicher stellt, dass stets genug Cholesterin zur Verfügung steht. Angesichts der zahlreichen Jobs, die Cholesterin zu erfüllen hat, produziert unsere Leber rund 1.000-1.400 Milligramm Cholesterin am Tag. Dagegen fallen die 150-300mg aus unserer Ernährung kaum noch ins Gewicht, außerdem wird der Großteil des Cholesterins aus der Ernährung von unserem Körper gar nicht aufgenommen.

Zudem gleicht der Körper ein Zuviel oder ein Zuwenig durch die Regulierung der Eigenproduktion automatisch aus, was wir auch bereits in unserem Artikel “gesättigte Fettsäuren” erklärt haben. Eier sind also wieder voll im Trend, weil sich unser Körper durch Cholesterin in Lebensmitteln nicht irritieren lässt, sondern sogar freut, dass wir mal wieder an ihn denken und ihm unter die Arme greifen.

Über 75% und bis zu rund 95% des Cholesterins im Blut produziert unser Körper selbst. Cholesterin erfüllt zahlreiche lebensnotwendige Aufgaben, weshalb der Körper die Cholesterinproduktion an seinen Bedarf anpasst.

Doch woher kommt dann die Annahme, dass man Cholesterin meiden soll? Woher stammen Ernährungsratschläge von Ärzten, dass man bei hohen Cholesterinwerten auf Eier, Garnelen oder Butter verzichten soll?

 Woher kommt die Angst vor Cholesterin?

Angefangen hat es wohl mit ein paar unschuldigen Kaninchen, die für Studien zu Arteriosklerose und Cholesterin herhalten mussten. Die Kaninchen wurden solange mit Cholesterin gefüttert, bis deren Organe langsam versagten und die Arterien anfingen, Ablagerungen aufzuweisen. Dieses Experiment gilt als Urvater der Theorie: Cholesterinkonsum ist ungesund, Cholesterin führt zu Ablagerungen in den Arterien, was wiederum zu Arteriosklerose führt, diese soll dann schlussendlich in einem Herzinfarkt oder Schlaganfall enden.

Diese Studie ist ein typisches Beispiel, wie Ergebnisse nach den Wünschen der Medikamentenhersteller verzerrt werden, die im Gegenzug freundlicherweise die Studien finanzieren. Oder war es anderes herum? Egal, definitiv werden einige wichtige Details bewusst verschwiegen:

1) Kaninchen sind hauptsächlich Vegetarier und in ihrer typischen Ernährung kommt überhaupt kein Cholesterin vor, deshalb ist ihr Körper nicht gewohnt, hohe Mengen an Cholesterin zu verstoffwechseln.

2) Der natürliche Cholesterinwert von Kaninchen liegt bei ungefähr 45mg/dl. Die Kaninchen wurden jedoch so stark überfüttert, bis ihr Spiegel auf ca. 1.200mg/dl anstieg, was einer Vergiftung der Tiere gleich kommt. “Das entspräche einem Cholesterinspiegel des Menschen von ca. 7.000mg/dl,” so Prof. Dr. Holtmeier. Schon mal beim Arzt gesessen und einen Cholesterinwert von über 5.000 gehabt? Nein? Das würde uns auch wundern, denn ein derart hoher Wert entsteht nicht einmal bei der stärksten Form der chronischen Cholesterinerhöhung, der familiären Hypercholesterinämie – hier sind Werte bis ungefähr 1.000mg/dl möglich.

3) Die unnatürliche Überfütterung war derart toxisch, dass alle Organfunktionen versagt haben. Außerdem waren Cholesterinablagerungen in den Organen bereits lange vor einer Ablagerung in den Gefäßen zu beobachten. Dieses Ergebnis ist also eher widersprüchlich, als dass man daraus sinnvolle Schlussfolgerungen auf die Entstehung von Arteriosklerose bei Menschen ziehen könnte.

Und weil der Mensch Cholesterin grundlegend anders verstoffwechselt, musste selbst der Urvater der Hypothese ‘Cholesterin führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen’ bereits 1997 zugeben:

“Es gibt keinerlei Verbindung zwischen Cholesterin in unseren Nahrungsmitteln und dem Cholesterin in unserem Blut. Und das wissen wir schon lange. Cholesterin aus unserer Ernährung hat keinerlei Auswirkungen, außer Sie sind ein Huhn oder ein Kaninchen.” – Ancel Keys

Welche Cholesterinwerte sind natürlich?

Epidemologische Studien sind nicht unbedingt der Gold-Standard der Wissenschaft, geben aber Anhaltspunkte für einen natürlichen Cholesterinwert.

In folgender Grafik wurden Daten der durchschnittlichen Cholesterinwerte, von Männern aus 164 verschiedenen Nationen, in Verbindung mit der allgemeinen Sterblichkeitsrate (blau) und der Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben (rot) gesetzt.

[lightbox link=”https://www.drlico.com/wp-content/uploads/Cholesterin-Herz-Kreislauf.jpg” thumb=”https://www.drlico.com/wp-content/uploads/Cholesterin-Herz-Kreislauf-620×500.jpg” width=”620″ align=”center” title=”Cholesterin-Herz-Kreislauf” frame=”true” icon=”image” caption=””]

In der Tat lässt sich annehmen, dass bei einem Cholesterinwert von über 240 ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bestehen scheint. Wir können aber allem voran folgende Punkte festhalten:

1) Cholesterinwerte wirken sich deutlich stärker auf die allgemeine Mortalitätsrate als auf koronare Herzkrankheiten aus.

2) Länder mit einem durchschnittlichen Cholesterinwert von 200-240 weisen die niedrigste Mortalitätsrate auf.

3) Bei unter 200 mg/dl steigt die Sterblichkeit stark an, Werte unter 190 sind mit einer extrem hohen Sterblichkeitsrate verbunden.

Ein niedriger Cholesterinspiegel von unter 200 steht also im Zusammenhang mit einem schwachen Immunsystem und einem damit einhergehenden erhöhten Risiko, an zum Beispiel Infektionen, Parasiten oder Krebserkrankungen zu sterben. Das ergibt Sinn, wenn man bedenkt, dass Cholesterin unter anderem für die Produktion von Vitamin D oder anderen Hormonen unersätzlich ist.

Wir erinnern uns auch: Ärztliche Zentralstellen und medizinische Institutionen bezeichnen den Wert von 200-239 als “grenzwertig erhöht” und empfehlen hier häufig eine Cholesterinsenkung. Beobachtungen zeigen jedoch, dass diese Werte vielmehr als normaler Mittelwert anzusehen sind.

Ähnliche Werte kamen bei der großangelegten Studie “Japanese Lipid Intervention Trial” mit über 47.000 Probanden heraus:

“Die höchste Mortalitätsrate wurde bei Menschen mit dem niedrigsten Cholesterinwert beobachtet (unter 160mg/dl); die niedrigste beobachtete Todesrate lag bei Menschen mit einem Cholesterinwert von 200-259 mg/dl vor.”

Laut epidemologischer Daten ist ein Cholesterinwert von ungefähr 200-260 natürlich und gleichzeitig ideal. Ein niedriger Cholesterinwert steht im Zusammenhang mit einem schwachen Immunsystem.

Aber führen hohe Cholesterinwerte nicht zu Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall?

Eine Theorie war lange Zeit, dass Cholesterin sich sukzessive in den Arterien ablagert, zu Plaque formiert und damit zur Verengung der Arterien führt – auch bekannt als Arteriesklerose.

Ja, zu viel Plaque in den Arterien kann zum vollständigen Verschluss eines Gefäßes führen, was jedoch selten ist. Außerdem kann der Körper alternative Blutbahnen nutzen, um einzelne Engpässe zu umgehen. Und man möchte es kaum glauben, aber unsere Arterien sind keine Wasserrohre, die nach und nach verkalken, sondern Plaques lassen sich durchaus vom Körper “reparieren”.

Um ein Vielfaches häufiger ist deshalb der Fall, dass Plaques abbrechen, die abgebrochenen Plaques verklumpen und zu einem Blutgerinseln werden. Dieses Blutgerinsel kann dann durch die Blutbahnen des Körpers wandern und beliebige Arterien verstopfen, wo es gerade am ungünstigsten ist – zum Beispiel im Herzen oder im Gehirn, was dann zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Also ist Cholesterin doch gefährlich? Nicht so schnell. Abgelöste Plaques sind durchaus gefährlich, bestehen aber keineswegs ausschließlich aus Cholesterin. Ganz im Gegenteil. Schon vor Jahren haben Wissenschaftler (wie der Kardiologe und Herzforscher Prof. Dr. Kaltenbach) nachweisen können:

Plaques bestehen zu nicht einmal 1% aus Cholesterin.

Upps!

Zudem ergaben Studien mit Autopsien an Menschen: Der Fortschritt der Arterioskerose in den Arterien ist unabhängig von dem Cholesterinwert, der kurz vor dem Tod gemessen wurde.

Nachdem man herausgefunden hatte, dass Plaques gar nicht aus Cholesterin bestehen, wurden schnell neue Hypothesen aus dem Ärmel geschüttelt. An Harvard zum Beispiel wird gelehrt, dass Plaque bereits in frühen Jahren unseres Lebens entsteht und jeder Mensch davon betroffen ist. Gefährlich wird es nach dieser Theorie erst, wenn Plaques instabil werden und abbrechen.

Klingt bekannt? Ja. Und wer wird für die instabilen Plaques verantwortlich gemacht? Ihr dürft dreimal raten. Richtig, wie immer, das böse Cholesterin. Big Pharma zur Rettung! Wie passend, dass sich Cholesterinsenker so billig herstellen und teuer verkaufen lassen.

Hypothesen werden also gedreht und gewendet, am Ende steht immer Cholesterin als böser Bube im Raum, der an allem Schuld ist. Das jedoch ohne überzeugende wissenschaftliche Grundlage. Hypothesen bleiben blanke Theorie, deshalb lasst es mich mit den Worten des National Heart, Lung, and Blood Institutes formulieren: “Die Ursache von Arteriosklerose ist nicht bekannt.” Welcher Arzt also felsenfest behauptet, Cholesterin führe zu Arteriosklerose, der wagt sich weit aus dem Fenster.

Einige Hypothesen der Medizinforschung vermuten Cholesterin als Ursache für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ist jedoch nie handfest belegt und nachgewiesen worden. Zahlreichen Studien mit Autopsien ergaben: Hohe Cholesterinwerte korrelieren nicht mit dem Fortschritt von Arteriosklerose.

Es dreht sich also alles um die entscheidende Frage…

Verursacht Cholesterin Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Wenn Cholesterin wirklich die Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt wäre, dann müsste ein starker und konsistenter Zusammenhang bestehen. Hohe Cholesterinwerte müssten also der Risikofaktor schlechthin sein und zwar für 1) beide Geschlechter, 2) alle Bevölkerungen und 3) jedes Alter. Das ist jedoch nicht der Fall.

1) So haben Frauen einen höheren durchschnittlichen Cholesterinwert als Männer, aber Männer ein 300% höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten. Eine Auswertung von 11 relevanten Studien mit über 100.000 Frauen ergab sogar: Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Cholesterinwert von Frauen und Ihrer Mortalitätsrate für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Lasst uns das wiederholen. Nicht ein kleiner, sondern rein gar kein Zusammenhang.

2) Auch wenn man den Cholesterinwert europäischer Nationen vergleicht, fällt es einem schwer, einen Zusammenhang zu erkennen, wie diese Auswertung von Dr. Malcom Kendrick zeigt (ignoriert den Wert der Aborigines ganz links):

Würde der Cholesterinwert (rote Linie) im direkten Zusammenhang mit koronaren Herzkrankheiten (schwarze Punkte) stehen, so würden wir hier eindeutige Ergebnisse und zumindest im Ansatz eine Kurve erhalten. Stattdessen sehen wir ein wildes Auf und Ab. Die Schweiz (ganz rechts) hat den höchsten Cholesterinwert, gleichzeitig aber ein vergleichbar geringes Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben wie Spanien (3. von links).

3) Viel erstaunlicher ist der letzte Punkt. Laut Studien verfliegt selbst bei Männern jeglicher Zusammenhang, sobald sie das Alter von ungefähr 60-70 Jahren überschreiten. Man bedenke, dass 65-jährige Männer ein ungefähr zehnmal so hohes Risiko haben wie 45-jährige. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass der angeblich größte Risikofaktor für eine Krankheit einfach verpufft und noch dazu zu Beginn der Lebensphase, in der das Risiko an dieser Krankheit zu sterben am höchsten ist.

Lasst Euch das mal von einem Arzt erklären. Wir stellen uns vor: Jemand bekommt Statine verordnet, um die eigenen Cholesterinwerte zu senken. Kaum feiert er seinen 60. Geburtstag, erhält er einen Anruf von seinem Arzt, dass das Medikament soeben überflüssig geworden sei, weil er die magische Grenze überschritten habe. Klingt mehr als abwegig oder nicht?

Es bleibt dabei, eine handfeste Begründung, warum man an den unnatürlich niedrigen Grenzwerten für Cholesterin festhält, lässt sich kaum finden.

Cholesterin korreliert laut Studien weder bei Frauen, weltweit bei allen Bevölkerungen, noch bei älteren Männern mit dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 Warum werden dann hohe Cholesterinwerte als Ursache vermutet?

Das lässt sich wohl vor allem durch gesponserte und schlecht angelegte Studien erklären. So gibt es zwar Studien, die vor allem bei weißen Männern einen Zusammenhang von hohen Cholesterinwerten mit einem erhöhten Risiko für koronare Herzkrankheiten gefunden haben. Diese Studien waren aber stets unvollständig.

So wurde zum Beispiel regelmäßig auf eine umfassende Ursachenforschung nach alternativen Risikofaktoren wie unter anderem Bluthochdruck, Dauerstress, Fettleibigkeit, Eiweißmangel oder Vitamin-C-Defizit in der Ernährung verzichtet.

Kurz gesagt: Die Daten der Studien waren unvollständig.

Denn wie wir bereits erklärt haben, ist Cholesterin mitunter der Baustein für unser Stresshormon Cortisol. Bei körperlicher oder seelischer Belastung produziert der Körper vermehrt das Hormon Cortisol. Steht ein Mensch nun unter Stress, so steigt sein Cholesterinspiegel unweigerlich an, weil sich der körpereigene Bedarf des Stresshormons Cortisol erhöht und dafür benötigt er Cholesterin.

Werden diese zwei Risikofaktoren Stress und Cholesterin in Studien nicht streng getrennt, so verzerrt dies die Ergebnisse. Denn Menschen mit erhöhtem Stress weisen auf dem Datenblatt der Blutwerte natürlich auch erhöhte Cholesterinwerte auf. In diesem Fall ist aber Dauerstress der eigentliche Risikofaktor und nicht das erhöhte Cholesterin. Daraus entsteht absichtlich oder unabsichtlich eine folgenschwere Fehlinterpretation.

Denn Stress ist nachweislich einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so wie auch für andere Krankheiten. Vielen Ärzten und Forschern ist noch nicht einmal bewusst, dass Stress die Cholesterinproduktion in der Leber erhöht. Das ist jedoch eigentlich absolutes Basiswissen, um überhaupt an der Diskussion teilnehmen zu dürfen.

Würde ein Arzt im Fall von Dauerstress Cholesterinsenker verordnen, so wäre das natürlich der falsche Ansatz und würde dem Patienten nicht helfen. Denn Cholesterinsenker senken nunmal keine Stressfaktoren und auch nicht die biologischen Folgen von Stress im Körper, wie zum Beispiel erhöhter oxidativer Stress, durch eine vermehrte Anzahl an freien Radikalen. Dass der oxidative Stress bei psychischem Stress steigt ist belegt und dass freie Radikale Zellen, Lipide oder die Wände von Arterien beschädigen, sollte jedem Arzt bewusst sein. Hieraus entsteht unweigerlich ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, völlig unabhängig von hohen Cholesterinwerten.

Ähnliches gilt für andere Risikofaktoren wie Rauchen oder zu wenig Sport. Ein weiterer wichtiger Faktor sind Patienten mit Hypercholesterinämie. Hier liegen Cholesterinwerte jedoch bei über 400 mg/dl und häufig werden sogar Cholesterinwerte von über 600 mg/dl erreicht und ja, bei Hypercholesterinämie erhöht sich das Risiko für Arteriosklerose und koronare Herzerkrankungen. Das sind jedoch Ausnahmen und dieser Zusammenhang sagt nichts über Cholesterinwerte bei gesunden Menschen aus. Viele Studien verpassen es leider, Menschen mit Hypercholesterinämie von den anderen Probanden zu trennen. Auch in diesem Fall entsteht ein verzerrtes Ergebnis und ein direkter Zusammenhang von hohen Cholesterinwerten mit einem erhöhten Risiko. Eliminiert man jedoch Probanden mit einem Cholesterinwert von über 350 mg/dl, so verschwindet diese Korrelation.

Cholesterin erhöht sich aus verschiedenen biologischen Gründen, zum Beispiel um höhere Mengen des Stresshormons Cortisol zu produzieren. Werden Risikofaktoren nicht sauber getrennt, so entstehen hierdurch unweigerlich Falschaussagen.

Fazit zu Grenzwerten von Cholesterin

Cholesterin scheint entgegen weitläufiger Meinung nicht die Ursache von Arteriosklerose zu sein. Auch ein direkter Zusammenhang zwischen hohen Cholesterinwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt scheint nicht zu bestehen, außer man leidet unter genetisch bedingter Hypercholesterinämie und hat dauerhaft Cholesterinwerte von in der Regel weit über 400 mg/dl.

Cholesterinwerte auf unserem Blutbild sind zudem nur ein Schnappschuss eines sich permanent wechselnden Wertes. Der Cholesterinspiegel steigt unter anderem durch sportliche Aktivitäten oder Stress kurzfristig an. Deshalb scheint ein Cholesterinwert von 200-260 mg/dl zwar natürlich zu sein, Schwankungen bis 350-400 mg/dl sind aber – zum Beispiel laut Prof. Dr. Hartenbach – absolut natürlich und nicht zwangsläufig schädlich.

Cholesterin ist mitunter für die Produktion von Vitamin D unerlässlich, ein hoher Vitamin-D-Wert im Blut wird wiederum mit einem geringeren Risiko für Krebserkrankungen assoziiert. Diese Korrelation geht Hand in Hand mit einem erhöhten beobachteten Krebsrisiko bei Cholesterinwerten unter 200. Den Cholesterinwert unnatürlich zu senken kann folglich langfristig schwere Folgen auf unsere Gesundheit haben, die von den üblichen Studien – die in der Regel lediglich rund 5 Jahre oder kürzer andauerten – überhaupt nicht erfasst wurden. Die länger angelegte Studie “Honolulu Heart Program” mit über 8.000 Probanden stützt diese Annahme, denn hier kam man zu dem Ergebnis: “Lang anhaltende niedrige Cholesterinwerte erhöhen das Sterblichkeitsrisiko.”

Ein erhöhter Cholesterinwert kann also ein “Symptom” sein, ist aber wohl kaum die Ursache von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Der Cholesterinwert ist und bleibt allem voran schlichtweg ein Hinweis, um einen möglicherweise ungesunden Lebensstil, Stress oder Fehler in der Ernährung zu identifizieren.

Noch nicht überzeugt? Hier zwei Aussagen von Wissenschaftlern:

[blockquote quote=”Cholesterinwerte sind kein starker Risikofaktor für KHK, wie es im Vergleich hoher Blutdruck für einen Schlaganfall oder Zigarettenrauch für Lungenkrebs sind.” source=”William Castelli, Direktor der Framingham Heart Study”]

[blockquote quote=”Der Cholesterinwert ist als Risikofaktor für KHK von unbedeutender Relevanz. Um ein Vielfaches entscheidender sind Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, unzureichende physische Aktivität und Stress.” source=”Frederick Stare, ehemaliges Mitglied der American Heart Association”]

(KHK = koronare Herzkrankheiten)

Im nächsten Teil klären wir, ob und wie Statine und Cholesterinsenker vor koronaren Herzkrankheiten schützen. Außerdem gehen wir näher auf die Entstehung von Arteriosklerose, den Zusammenhang mit Entzündungen, oxidativem Stress, sowie HDL, LDL und andere mögliche Risikofaktoren ein.

Als Quelle für diesen Artikel hat unter anderem das Buch Die Cholesterin-Lüge von Prof. Dr. Hartenbach gedient. Er beschreibt mitunter, wie Medikamentenhersteller nicht nur Studien manipulieren, sondern auch Ärzte, Politiker und Medien auf ihre Seite ziehen, um den eigenen Profit zu steigern.

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  • blank Charly Schöps sagt:

    Lieber Pascal, das ist ein toller Artikel. Seit Jahren verschreibt mir meine Internistin Vastatine. Bei mir ein Problem, da ich wegen Prostatakrebs mit Eligard behandelt werde. Und Eligard wandelt Muskelgewebe in Fettgewebe um. Bin daher doppelt geschädigt und meine Mobilität wird schwächer. Nun behaupten einige Websites, dass Aminosäuren helfen, um den Cholesterinwert zu senken. Teuer sind sie obendrein. Ist da was dran?? Liebe Grüße Charly Schöps

    • blank Pascal Pape sagt:

      Hallo Charly, ich kann hier wie gesagt keine ärztliche Beratung ersetzen, aber in meinen Augen ist ein erhöhter Cholesterinwert nur ein Zeichen/ Symptom, dass etwas im Körper nicht stimmt. Der Fokus sollte deshalb als erstes auf einer gesunden Ernährung liegen, Entzündungen zu senken und die Ernährung ganzheitlich zu ergänzen, statt mit einzelnen Mitteln zu versuchen, den Cholesterinwert “gewaltsam” zu senken. Den Rest mit dem Arzt besprechen, wenn Dein Arzt zu schnell und pauschal Statine verabreicht, rate ich schlicht den Arzt zu wechseln. LG Pascal

    • blank Noémi Kozma sagt:

      Lieber Charly,
      ich würde an würde an Ihrer Stelle einen ganzheitlichen Arzt aufsuchen, der nicht nur Symptome behandelt sondern wahrscheinliche Ursachen erkennt und behebt. Meinen Brustkrebs habe ich z.B. ausschließlich mit natürlichen Heilmethoden behandelt (Vit B17 Therapie bei Dr. Puttich in Darmstadt, Bewegung, Seelenarbeit, Autosuggestion) und bin nun nach 1,5 Jahren geheilt. Man glaube gar nicht was alles an Blockaden in uns schlummern, die die normalen Selbstheilungsprozesse stören bis man einmal mit einer guten Therapeutin zusammengearbeitet hat. z.B. Heilpraktikerin Bianca Telle (ist u.a. auf Youtube zu finden, geht in Übrigen auch wunderbar telefonisch) oder Svetlana Smirnova – arbeitet mit russischen Heiltechniken. Haben beide BEI MIR wortwörtliche Wunder bewirkt. Sie müssen den finden mit der Sie harmonieren.
      Heilende Grüsse, Noémi Kozma

      PS: Auch Bruno Gröning ist ein Begriff den ich jedem empfehlen würde der genesen möchte. DE-Bruno Gröning Dokumentarfilm Trailer 1 (12 min.): https://www.youtube.com/watch?v=yp5eBC1uKtY
      PS: Viele Krebspatienten in der Praxis von Dr. Puttich verlieren auch andere Krankheiten wie Alergien, Diabetes, Bluthochdruch etc. als Nebenwirkung der Vit B17 Therapie… mit anderen Worten; stellt sich erstmal das Gleichgewicht wieder her funktioniert plötzlich vieles wieder. Wir sind perfekt erschaffen, schließlich heilt auch eine Schnittwunde zu. Auch das ist ein Wunder, nur durch das wir es schon kennen halten wir es nicht für ein Wunder.

    • blank Noémi Kozma sagt:

      …und dem was Herr Pape über die Ernährung sagte kann ich auch nur zustimmen. Zu Dr. Puttichs Krebstherpie gehört u.a. auch eine Ernährungsumstellung auf kohlenhydratarme Kost. Googlen Sie mal. Er ist auch nicht so teuer und viele kommen zu ihm von weit her. Noémi Kozma

    • blank Heinz S sagt:

      Hallo Charlie,
      ich möchte jetzt gerade nicht weiter auf deinen Krebs eingehen, benutze einfach mal Google und Stichwort Statin Krebs und Statin Diabetes.
      Aminosäuren, essentielle und nichtessentielle sind gar nicht so teuer. Nur die Kapseln sind relativ teuer, man kann sich aber an den Pulvergeschmack gewöhnen, oder zum Beispiel auf Ebay für ca 60€ eine kleine Kapselmaschine kaufen und die Kapseln selber machen.
      Hier Stichworte für Google
      L-Arginin, Ornithin, Citrullin, Ashwaganda, Mucuna und als letztes OPC ….
      Dann in Bezug auf Krebs, “Säure Base Krebs” da der Säure Basen Haushalt auch eine erhebliche Rolle sowohl bei Krebs, als auch beim Herzinfarkt spielen SOLL.

  • blank jürgen sagt:

    werte.cholesterin 160mg.dl ldl97mg.dl hdl41.1mg.dl lipoprotein a 152mg.dl werte mit tabletten. die frage,muss ich weiterhin medikamente nehmen.

    • blank Pascal Pape sagt:

      Aus rechtlichen Gründen darf ich hierzu leider keine Beratung abgeben. Die individuelle Beratung fällt in die Hände Ihres Arztes. Falls Sie unsicher über dessen Beratung sind, empfehle ich Ihnen sich eine ärztliche Zweit- und Drittmeinung einzuholen. LG

  • blank Hg Feldmann sagt:

    Hallo Herr Pape,
    Würden Sie mir auch die Fischoelkapsel nennen und was man noch dazu nehmen sollte.
    MFG
    Hg Feldmann

  • blank Tommy sagt:

    Hi Pascal,
    kannst Du mir auch eine Empfehlung zu den Fischölkapseln + Antioxidatien nennen?
    Was hältst Du von moxx-austria?
    LG Tommy

    • blank Pascal Pape sagt:

      Hi Tommy, ich rate ganz stark von jeglichen Produkten ab, die über Seiten mit Heilversprechen oder ähnlichem beworben werden. Wenn dann noch keinerlei Produktdetails/ Inhaltsangaben zu finden sind, ist es in der Regel ein extern produziertes Billigprodukt zu einem überteuerten Preis. Das ist dann eine üble Masche, die meist per Spam-Mails beworben wird.
      Wie Du Deine Ernährung clever ergänzt, erkläre ich in meinem Newsletter. LG

  • blank Nullio sagt:

    Hallo Pascal, deine Ausführung über hohe Cholesterinwerte fand ich sehr interessant. Bei liegen diese liegen allerdings bei rd. 400. Hätten Sie hiezu eine Meinung ? Die vom Arzt verschriebenen Statine will ich einnehmen.

    Danke

    • blank Pascal Pape sagt:

      Hallo Nullio, vielen Dank für Dein Feedback. 400 können wie im Artikel beschrieben auch Schwankungen sein, hier sollte meiner Meinung nach erstmal vom Arzt getestet werden, ob dieser Wert konstant auf diesem hohen Level bleibt. Alles weitere hängt von sehr vielen individuellen Faktoren ab, Ernährung, Stress, etc. Ich bin kein Arzt und kann hier keine ärztliche Beratung ersetzen, deshalb auf jeden Fall mit Deinem Arzt absprechen oder einen neuen Arzt finden, dem Du vertraust. LG

  • blank Petra sagt:

    Hallo Pascal,

    Ich wüsste gerne was du mir als Fischöl empfehlen würdest…
    Lg. Petra

  • blank Markus sagt:

    “So haben Frauen einen höheren durchschnittlichen Cholesterinwert als Männer, aber ein 300% geringeres Risiko für koronare Herzkrankheiten.”

    Sorry, aber mehr als 100% geringer geht nicht für eine Wahrscheinlichkeit….gemeinst ist wahrscheinlcih der Kehrwert, also um 2/3 gefallen. Erhöht man von hier aus wieder auf den “Originalwert”, so muss man nun auf 300% erhöhen.

  • blank icke sagt:

    Hi, danke für die tolle Seite. Was passiert denn, wenn der Cholesterinspiegel zu niedrig ist? Ich hatte mal 97, ernähre mich aber seit ewigen Zeiten freiwillig wie ein Kaninchen. Gelten dann die gleichen Grenzwerte? Was kann ich tun um ihn anzuheben? LG

    • blank Pascal Pape sagt:

      Hi, wie oben beschrieben ist Cholesterin ein Baustein für zahlreiche Stoffe, unter anderem Vitamin D. Eine ganzheitlich gesunde Ernährung + gesunder Lebensstil können den Cholesterinspiegel normalisieren. Gesunder Darm, gesunde Fette, kein Stress, etc. LG

  • blank marita leclercq sagt:

    Hallo
    Ich hatte vor sechs Wochen einen Gesamtwert von 320 etwa.hab keine Statine vom Arzt angenommen.hab in der Apotheke Globulis, sulfur, ehrenpreiskraut tee,und ich esse jeden morgen 5 Walnüsse. Gestern war der Gesamtwert 270.ich denke,ich bin auf einen guten weg

  • blank Dominik sagt:

    Hallo Herr Pape,
    ich hatte 2012 einen “stummen” Herzinfarkt und gleichzeitig ist die 2te Arterie zu 99% verschlossen gewesen. Nur eine schnelle Dilatation und das setzten von 4 Stents auf 6 cm länge, hat mir das Leben gerettet. Seither muss ich mich sehr cholesterinbewusst ernähren und dazu nehme ich auch noch Simvastatin. Mein Grenzwert zum LDL wurde mir vom Kardiologen auf unter 70 gesetzt! Was bedeutet die Studie nun für mich? Kann ich einfach die Statine absetzten, ohne ein größeres Risiko für eine erneute Arteriosklerose zu riskieren? Meinen Kardiologen brauche ich dazu nicht befragen – er beharrt auf seine Meinung, bzw. sein Fachwissen und das bedeutet für mich niedrige Cholesterinwerte und eine lebenslange Statin-Einnahme. Ich wäre natürlich froh, eine Tablette tägl. weniger einnehmen zu müssen.
    Im Voraus besten Dank für Ihre Rückmeldung.

    • blank Christian sagt:

      Ich arbeite als Notarzt im Rettungsdienst und habe erst kürzlich einen 50 jährigen Familienvater vor den Augen seiner Kinder nach erfolgloser Reanimation für tot erklären müssen. Er hatte eine ganz gut eingestellte KHK, aber seine Hausärztin hatte ihm vor einem Jahr geraten, sein Statin abzusetzen, der Cholesterinwert sei nicht so aussagekräftig. Fachgesellschaften und Leitlinien raten weiter zur Statin/Fibringabe. Und ich hätte deshalb immer ein schlechtes Gewissen, einem KHK-Patienten nicht sein Cholesterin zu senken. Denn die Frage ist: Was gibt es besseres? Der Autor hier scheint Antioxidantien in der Ernährung als Antwort zu sehen, aber erinnere ich mich nicht an Studien, die eine Übersterblichkeit bei Antioxidantieneinnahme festgestellt haben?

    • blank Pascal Pape sagt:

      Statine bitte nicht einfach eingenhändig absetzen. Ich empfehle stattdessen einen Arzt zu suchen, der Deine Wünsche respektiert nach Alternativen zu suchen. Wie Esther unten geschrieben hat, gibt es durchaus Ärzte, die ein besseres Verständnis haben. Eventuell einen Ernährungsberater mit einschalten und ihn mit Deinem Arzt Hand in Hand arbeiten lassen. Wichtig ist natürlich immer, selbst aktiv zu werden – also einen gesünderen Lebensstil anzupeilen. LG

  • blank G sagt:

    Lieber Herr Pape

    Danke für den inforamtiven Artikel!
    Ein Verbesserungsvorschlag:
    Da ich mich schon lange mit Vit D auseinandersetze, fällt mir auf, dass sie vereinfacht sagen, Vit D wird vom Körper gebildet. Aber das stimmt ja so nicht.
    Aus dem Vit D3 (Hormonvorstufe), das von außen (inkl. Sonne) dem Körper zugeführt wird, wird das eigentliche Hormon gebildet. Gut, das ist jetzt auch sehr oberflächlich. Und Sie wollen ja keinen Artikel über Vit D schreiben.
    Vielleicht ließe sich der Satz zumindest so anpassen, dass Menschen, die wissen, dass Vit D nicht “produziert” werden kann, nich toal verwirrt sind.

    Beste Grüße
    Frau G.

  • blank Esther Karhof sagt:

    Hallo Pascal,

    total interessant dieser Artikel. Ich kann dich vielleicht aufmuntern, denn auch Professor Hartenbachs Cholesterin-Lüge hat Einzug ins Medizinstudium erhalten. Zumindest in Aachen, wo ich studiere, werden wir sehr kritisch an das Fach Pharmakologie herangeführt und ganze 8 Semester begleitet.
    Letzten Endes liegt es halt am Arzt selber, von welcher Lobby er sich einlullen lässt. Und leider darf man auch nicht vergessen, dass es ja gerade für KHK und Diabetes Mellitus Behandlungs Standards gibt an die man sich als Arzt halten sollte, wenn man seine Arbeit bezahlt bekommen will.
    LG Esther

  • blank Susen sagt:

    Was ist eigentlich mit dem VDL wert und was versteht man unter Tryglycerin? Mein Wert liegt bei 312. Mache mir aber keine Sorgen, weil mir die Schilddrüse entfernt worden ist … trotzdem geht mir meinen Ärztin auf den Sack wegen Cholesterinmittel… ich denke mal, das das such mit der Senkung des Schilddrüsendosis zu tun hat, das hatte ich schon mal angemerkt, aber dann sagt sie mir das ich keine Ahnung hätte… wie gesagt… es wäre gut mal mehr Info über den VDL-Wert zu bekommen und den Triglycerin Wert erklärt zu kriegen. Dazu konnte meine Ärztin nix sagen, obwohl sie Schilddrüsenspezialist ist… ich meinte auch, das mir die Lebenserwartung wurscht ist, weil ich keinen Unterschied sehr, on nun mit 60, 70 Oder 80 da ich sowieso froh bin, noch so lebendig zu sein… nach meiner Tumorentfernung… Dan weird sie aber immer böse… kann es sein, das wenn die Schilddrüsendosis wieder erhöht wird, das mein Gesamtcholestrol wieder nach untenable gent? Dann hätte ich zumindest mal ne andere Meinung… mein Bauchgefühl sagt mir, das das die Ursache ist und meine Ärztin noch viel lernen muss, um ein Gunter Arzt zu werden….

  • blank Oliver sagt:

    Hallo Pascal, danke für deine Arbeit und das Zusammentragen all der Informationen. Kannst du mir bitte die Quelle für die Zusammensetzung der Plaques nennen? (“Plaques bestehen zu nicht einmal 1% aus Cholesterin.”). Danke und beste Grüße, Oliver

  • blank Martin sagt:

    Hallo,
    ich habe seit März 2 Stents am Herzen bekommen. Eine verengung die beim Katheder festgestellt wurde. Später wurde auch ein alter Herzinfarkt festgestellt, aber die Arterie ist wieder frei. Cholesterinwerte liegen hoch bei LDL 165. Sas besondere ist aber dass ich von einem 2 Kardiologen den ich im Internet ausgemacht habe, der meine Befunde sich von der OP angeschaut hatte und genau erklärt bekommen habe, dass meine Verengung und auch der Infarkt Stressbedingt ist.
    Um das Herz zu entstressen empfahl er mir ein altes bewährtes Medikament.
    Strophanthin. Nun nach etlichen Monaten stelle ich eine erhebliche Besserung fest. Auch konnte ich nun alle anderen Medikamente absetzen die mir sehr viele beschwerliche Nebenwirkungen verschafften. Natürlich unter meiner ärtzlichen Beobachtung. Betablocker waren für mich nicht relevant da ich schon immer eher niedrige Werte haeb, Statine durch Simvastain zum Chol. senken wollte ich nicht, anstelle dessen weiter gesund ernähren und Nüsse und Kokosöl (nativ) Der Wert viel von 215 im LDL auf 169. Die Blutverdünner machten mich fertig. Nebenwirkungen. Atemlos, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Antriebslosikeit etc. Seid diese nun auch alle weg sind gehts super gut. Statt Blutverdünner ist Nattokinase zum Einsatz gekommen. Mein INR liegt bei 0,9. Für die Ablagerungen wollen wir nun eine kurzfristige Kur mit Serrapeptase anwenden da es schon kleine Ablagerungen in der Halsschlagader gibt. Mal sehen ob sie sich damit auflösen. Nettokinase und Serrapeptase sollen das schaffen. Übrigens seit fast 40 Jahren in Europa im Einsatz. Unter ärzlicher Beobachtung werden wir es angehen.

    • blank Susanne Scheuermann sagt:

      Hallo Martin,

      ich dachte Strophantin wird schon lange nicht mehr produziert und darf gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Nach meiner persönlichen Information wurde Strophantin früher auch nur als Akutmittel in Notfällen verabreicht, wenn es zu einem Herzstillstand oder schweren Herzinfarkt gekommen ist. Das Strophantin zur Dauermedikation eingesetzt wurde oder noch wird, ist mir gänzlich neu. Vielleicht könnte sich Herr Pape zu Strophantin einmal äußern.

  • blank Udo sagt:

    Auch sehr interessant die Arte Doku

    Statine verschreibt der gute Mann nur an Menschen die schon mal einen Infarkt hatten da dann das Risiko 30 % kleiner ist erneut einen Infarkt zu kriegen. An Menschen die noch keinen hatten verschreibt er diese nicht. Warum die Statine aber so wirken weis er auch nicht. Er sagt aber er misst nie Cholesterin und das hat damit auch gar nix zu tun ob jemand einen Herzinfarkt bekommt oder nicht, da es auch schon Menschen gab die einen Herzinfarkt bekommen haben, deren Cholesterinwert aber nie zu hoch war…

  • blank Nicola sagt:

    “Der Cholesterinwert ist und bleibt allem voran schlichtweg eine Möglichkeit, um einen ungesunden Lebensstil, Stress oder Fehler in der Ernährung zu identifizieren.”

    Da hohe Fettwerte aber doch i.d. R. nicht bedenklich sind und die Ernährung ja so gut wie keinen Einfluss hat, muss ich leider sagen, dass dieser Abschnitt sich selbst konterkariert.

    Aber Ansonsten:
    Sehr gelungener Artikel mit guter Recherche!! Arbeite auch im medizinischen Bereich und denke, viele Therapien sind schon allein mit gesundem Menschenverstand kritisch zu sehen; was viele Ärzte eben leider nicht können, ist Zusammenhänge herzustellen und mal über den Tellerrand zu schauen…

    • blank Pascal Pape sagt:

      Hallo Nicola,
      vielen Dank für Dein Feedback, das sollte ich wohl umformulieren.

      Cholesterin aus der Ernährung hat zwar keinen Einfluss auf den Cholesterinwert im Blut, dennoch hat Ernährung an sich durchaus einen Einfluss auf den Cholesterinwert.
      Auch kann ein hoher Cholesterinwert durchaus bedenklich sein, die Frage ist nur ab welchem Wert, bzw. ob der Gesamtcholesterinwert hier überhaupt die richtige Analysemethode ist. LG

  • blank Gudrun sagt:

    Mein Cholesterin schwankt , mal 226 und mal 313. Habe einen sehr guten Internisten als Hausarzt,er gibt bei solchen Werten keine Senker

    • blank Diana sagt:

      Bei mir verhält sich ähnlich. Probieren sie mit Naturstoffen, die haben keine Nebenwirkungen: wie Astaxanthin ab 8-12 mg , Cholin mit Inositol 550 mg- das leitet das ges. Fett aus der Leber aus, Beta Glucane, Fermentierter Roter Reis- wirkt wie Lovastatin, Omega 3 Fettsäure 4 g tgl. und Probiotikum: Lactobacillus rhamnosus+ L. paracasei+ Bifidobacterium breve.

  • blank Jörg Bruchertseifer sagt:

    Hallo Herr Pape,
    ich hatte schon 3 Herzinfarkte und 2 Schlaganfälle. Meine Cholesterinwerte waren stets, im Gesamten, zwischen 200 und 230. Der Arzt verschrieb mir vor den Erkrankungen schon Cholsterinsenker. Diese nahm ich regelmäßig über 13 Jahre ein. Nachdem 3ten Infarkt und dem letzten Schlaganfall, hab ich sie abgesetzt. Ich habe über Jahre hinweg gemerkt, daß ich unheimlich vergesslich, unkonzentriert und antriebslos wurde. Kardiologen sagten mir, daß es an den Infarkten und Schlaganfälle läge. Ich hab mich daher auf den Weg zu einem Neurologen gemacht. Er hat ein Gehirnscan gemacht. Dort sah man, daß durch die eingenommen Senker, Eiweißablagerungen waren. Der Neurologe versicherte mir, daß dies an den Statinen liege. Er empfahl das Medikament abzusetzen, und siehe da, nach etwa 1,5 Jahren waren die Beschwerden verschwunden. Und Eiweißablagerungen auch.
    Danke für diesen Artikel, als Bestätigung.

  • blank Alexander sagt:

    Lieber Pascal,
    Sie sind ein Freund des Lebens und nicht von der Lobby der Pharmakonzerne “eingelullt” bzw. “gekauft”. Auch WOLLEN SIE – und sind Sie in der Lage selbst zu denken und Ueberlegungen anzustellen und haben natuerlich auch Ihr Fachwissen!
    Ich frage mich schon lange, wie oft das vorkommen mag, dass Aerzte einfach das Ihnen von ‘hoeheren (weltlichen) Ebenen’ vermittelte, angebliche Wissen einfach annehmen ohne eben selbst etwas mehr zu ueberlegen und Weiteres zu erforschen.
    Somit meine Erklaerung: Es gibt genuegend Aerzte, die einfach an das glauben, was Ihnen vermittelt wurde (gelernt haben) und es so weitergeben; weiteres welche, die selbst wenn dieses vermittelte Wissen falsch sein mag, es genauso weitergeben, weil sie sonst nicht davon leben koennten oder gar welche, die nicht auf die ‘Zuckerl’ der Pharmabranche verzichten wollen, wenn sie deren Produkte gut an den Mann bringen; etc.

    ABER es gibt zum Glueck auch andere Aerzte und das will ich kurz noch berichten:
    Ich war unlaengst auf Kur und da mein Cholesterinwert nicht ganz ‘gut’ war (ca. 250) stellte ich der Aerztin im Rahmen einer gemeinsamen Frage- und Diskussionsrunde mit ihr und anderen Kurteilnehmern auch eine Frage diesbezueglich.
    Die Aerztin erklaerte ein paar Punkte die ident zu Ihren Erklaerungen sind (wenn auch nicht so detailiert und hinterlegt wie Ihre) und sagte weiters: “Die Grenzwerte haben sich in den letzten Jahrzehnten stetig reduziert, von 280 auf 250 auf 230” (und ich wusste gar nicht dass die nun schon bei 200 sind) “Was glauben Sie, wer am Meissten davon profitiert? Und um wie viele Millionen diese durch diese Reduzierung reicher geworden sind!?”

    Zum Abschluss sagte die Aerztin: “Wenn alle Aspekte von extrem hohen LDL/HDL Werten u.a. ihr aufzeigen, dass hier dennoch etwas nicht passen koennte, gibt es weitere Moeglichkeiten, denen sie nachgeht, bevor sie einfach Pulver verschreibt!”

    Mein Schlusskommentar bzw ueber mich:
    Ich bin ueber 50, 180cm, 93kg, esse meist bewusst, Fleisch nicht jeden Tag, vermeide fette Speisen (nur weil ich es nicht mag), wenig Milch aber doch einige FruFru’s und Sauermilch, komme aber nicht ganz von der Schokolade los, trinke und rauche nicht, habe oft Stress. Obst und Gemuese schon, aber koennte oefters sein.
    Von einem Elternteil scheine ich etwas geerbt zu haben, eine starke Verkalkung der unteren Wirbelsaeule und evtl auch bereits die Arterien.
    Meine Werte sind: Cholesterin 261 / HDL 49 / LDL 177 / Non HDL 220 / Triglyceride 219

    Meine Internistin (die mitdenkt und es gut meint) hat mir schon Tabletten empfohlen, hat aber meinem Wunsche nach (dies nicht zu tun) gehandelt und mir nun geraten besonders auf meine Ernaehrung zu achten. Besonders weniger Fett und Milchprodukte/Kaese.

    Ich danke Ihnen fuer Ihre ausfuehrlichen Erklaerungen und Hintergrundinfos samt Verweise!

    Ich bin froh auf diese Seite und Ihren Artikel gestossen zu sein!
    Ihnen alles Gute und weiterhin Erfolg! Der Weg mag nicht einfach sein, aber Ihre Mitmenschen werden es Ihnen danken!

    mfG

    PS: Vom Nutella habe ich nun endlich losgelassen 🙂

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