Fischöl-Kapseln: Gefährliche Wirkung oder gesund?

Pascal Pape

Aktualisiert: 22.01.2020

Fischöl-Kapseln: Gefährliche Wirkung oder gesund?

Nach meinem Artikel über Krillöl, kommen mittlerweile täglich Leser auf mich zu und fragen nach dem besten Fischöl oder Alternativen zu Krillöl. Ich bremse sie dann meistens erst einmal: “Mooooment, wie ist überhaupt Dein Wissensstand zum Thema Fischöl?” Denn den meisten ist zum Beispiel nicht bewusst, dass man Fischöl-Kapseln auf keinen Fall isoliert einnehmen sollte, wenn man von einer positiven Wirkung profitieren will. Das ist ein beliebter aber gleichzeitig gefährlicher Fehler. Warum und wieso, sowie die wichtigsten Hintergrundinformationen zu Fischöl erkläre ich hier.

Die vielen Gesichter von Fischöl

Die Wirkung von Fischöl-Kapseln hat in Studien verschiedene Gesichter. Fischöl-Kapseln verbessern laut einigen Studien zum Beispiel Triglyceride oder Cholesterin auf gesunde Werte. Andere Studien haben gezeigt, dass Fischöl die Insulinsensitivität verbessern kann und wir dadurch weniger schlecht (wie soll ich es anders sagen?) auf Kohlenhydrate reagieren. Damit hilft es automatisch beim Abnehmen. Wieder andere Studien haben gezeigt, dass es anabol wirkt, Testosteron steigern kann und beim Muskelaufbau hilft. Fischöl-Kapseln sollen laut einigen Studien sogar bei Alzheimer, ADHS oder Depressionen helfen. Die Frage ist, warum?

Die Antwort besteht aus zwei Komponenten:

1) Die Fettsäure DHA ist die wichtigste Fettsäure in unserem Gehirn: DHA ist in Fischöl-Kapseln enthalten und die wohl wichtigste Omega-3-Fettsäure. Über die Hälfte unseres Gehirns besteht aus Fetten und DHA macht bis zu 20% unseres gesamten Gehirns aus. Das Problem unserer heutigen Ernährung ist, dass wir zu viele Omega-6-Fettsäuren (n6) konsumieren. Diese teilen sich jedoch mit…

  1. kurzkettigen pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren (n3) wie ALA oder
  2. der n3-Fettsäure EPA (ebenso in Fischöl enthalten)

Enzyme zur Synthese der langkettigsten n3-Fettsäure DHA. Den Vorgang haben wir in unserem Artikel zu Omega-3-Fettsäuren genauer erklärt. Durch unsere moderne n6-reiche Ernährung wird die Synthese von DHA gehemmt und wir leiden automatisch an einem DHA-Mangel. Auch zum Beispiel Insulinresistenz scheint die Umwandlungsrate für DHA zu reduzieren.

Das gefällt unserem Gehirn natürlich nicht so gut. Manche Wissenschaftler vermuten deshalb einen Zusammenhang zwischen dem weit verbreiteten chronischen Mangel an DHA und der Zunahme von Krankheiten wie ADHS oder degenerativen Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer.

ala-epa-dha

2) Entzündungshemmend: Genauso wichtig ist der zweite Punkt, der damit im direkten Zusammenhang steht. N6-Fettsäuren wirken entzündungsfördernd. Auf der anderen Seite ist DHA ein extrem wichtiger Baustein, damit der Körper Entzündungen “abschalten kann”. Deshalb zeigten Fischöl-Kapseln in zahlreichen Studien eine entzündungshemmende Wirkung. Patienten mit Arthritis zum Beispiel könnten, laut einer Meta-Analyse von 23 verschiedenen Studien, die Einnahme von antientzündlichen Medikamente alleine durch Fischöl senken.

Die meisten genannten Vorteile scheinen aus dem entzündungshemmenden Effekt von Fischöl zu resultieren. Bei Depression haben Untersuchungen mittlerweile gezeigt, dass selbst diese Krankheit entzündungsbasiert ist, wie so viele verbreitete moderne Krankheiten. Deshalb ist ein Zusammenhang naheliegend.

Fischöl beugt einem DHA-Mangel vor und wirkt entzündungshemmend.

Eskimo-Ernährung: Grundlage für Studien zu Fischöl

Wie kam man überhaupt auf die Idee, dass Fischöl-Kapseln gesund sein könnten? Die Grundlage waren Studien an Eskimos. Vor vielen Jahrzehnten haben sich Eskimos traditionell noch fast ausschließlich von Fisch und Meerestieren ernährt – reich an DHA und zu kleineren Teilen auch EPA. Damals zeigten Studien, dass diese Ernährung mit einem erstaunlich niedrigen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher geht. Das Interesse vieler Forscher war sofort geweckt, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache zum Beispiel in den USA oder Deutschland sind.

Was aber geschieht, wenn man Ernährung nur zur Hälfte versteht, musste der Forscher Hugh Sinclair am eigenen Leib herausfinden. Er versuchte die Ernährung der Eskimos für 100 Tage zu imitieren, ernährte sich hauptsächlich von Fisch und verspeiste kiloweise Robben und Makrelen. Er konnte zeigen, dass sich die Blutgerinnung durch diese Ernährungsumstellung deutlich verringert, wodurch einerseits Blutungen länger andauern, andererseits das Risiko für Blutgerinsel sinkt. Die Schlussfolgerung: Mehr Fisch = “dünneres Blut” = weniger Blutgerinsel = niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Gleichzeitig musste Sinclair jedoch leider ebenso beobachten, dass der Wert von Malondialdehyd (MDA) in seinem Urin um das 50-fache des Normalwertes anstieg oder sich die Zahl seiner Spermien auf Null reduzierte. Ein hoher MDA ist ein Merkmal für erhöhten oxidativen Stress durch freie Radikale und alles andere als gesund.

Eine unvollständige Imitation der Eskimo-Ernährung senkt die Blutgerinnung, erhöht jedoch gleichzeitig Biomarker für oxidativen Stress durch freie Radikale.

Die Kehrseite von Fischöl-Kapseln und ungesättigten Fettsäuren

Die Studien zu Fischöl-Kapseln konzentrieren sich darauf, lediglich einzelne Aspekte zu beleuchten. Forscher verlieren dabei aber die chemische Natur von ungesättigten Fettsäuren wie EPA und DHA aus den Augen. Vergleichen wir dazu grundlegend die chemische Struktur von gesättigten Fettsäuren und ungesättigten Fettsäuren.

ungesaettigte-gesaettigte-fettsaeure

Dient nur zur Veranschaulichung

Gesättigte Fettsäuren sind sehr stabil, jedes Kohlenstoffatom (C) wird von Wasserstoffatomen (H) sinnbildlich geschützt. Deshalb lassen sich gesättigte Fettsäuren auch höher erhitzen und Fette wie Butter oder Kokosnussöl – reich an gesättigten Fetten – sind gut zum Kochen geeignet.

Bei ungesättigten Fettsäuren sind nicht alle C-Atome durch H-Atome geschützt, weshalb eine sogenannte Doppelbindung (=) zwischen einzelnen C-Atomen entsteht. Durch die Doppelbindungen wird die Fettsäure instabiler. Einfach ungesättigte Fettsäuren (wie zum Beispiel viel in Olivenöl enthalten) haben nur eine dieser Doppelbindungen und sind noch relativ stabil.

Bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren dagegen liegen mehrere Doppelbindungen vor, weshalb diese deutlich instabiler sind. EPA zum Beispiel hat fünf Doppelbindungen.

Doppelbindungen sind besonders anfällig für die Oxidation durch freie Radikale. Greifen freie Radikale die Fettsäure an, verändert sich dadurch ihre Struktur und diese wird ranzig – man nennt diesen Vorgang im und außerhalb des Körpers Lipidperoxidation.

Ranziges Öl ist folglich schlichtweg Fett, das durch freie Radikale oxidiert wurde. Durch die Oxidation entstehen neue freie Radikale, welche andere Fettsäuren angreifen und eine Kettenreaktion entsteht. Deshalb sollte man zum Beispiel Leinöl im Kühlschrank aufbewahren und vor Wärme und Sonne besonders gut schützen. Gleiches gilt natürlich für Fisch oder Fischöl-Kapseln.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren EPA und DHA sind für die Gesundheit unseres Körpers unersätzlich. Jedoch sind sie anfällig für Oxidation durch freie Radikale.

Also sind Fischöl-Kapseln schädlich?

Nein, nicht zwangsläufig, genauso wenig wie der Konsum von Fisch schädlich ist. Schuld ist vor allem unsere moderne Ernährung, wodurch wir unterdurchschnittlich schlecht an Antioxidantien versorgt sind. Antioxidantien sind jedoch unersätzlich, um ungesättigte Fettsäuren in unserem Körper vor freien Radikalen zu schützen.

Nehmen wir also vermehrt mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf – um unseren Körper eigentlich etwas Gutes zu tun – verbrauchen wir dadurch automatisch zahlreiche Antioxidantien, an denen wir schon vorher unterversorgt waren.

Stehen nicht genügend Antioxidantien zur Verfügung, so oxidieren hierdurch unter anderem die ungesättigten Fettsäuren des Fischöls. Dadurch können wir unserem Organismus vor allem auf lange Sicht mehr schaden als unterstützen. Das öffnet Tür und Tor für freie Radikale, die ungestört toben und unsere Zellen beschädigen können.

Sinclair hätte sich die Diät der Eskimos mal besser genauer ansehen und vielleicht auch mal mit einem Eskimo sprechen sollen. Denn er hat den großen Fehler begangen, sich ausschließlich auf die ungesättigten Fettsäuren zu konzentrieren. Den gleichen Fehler begehen unwissentlich viele Verbraucher, wenn sie durch beeinflussende Werbung oder unseriöse Ernährungsberater fehlgeleitet werden.

Eskimos konsumieren traditionell zum Beispiel auch Blut oder Nieren und andere Organe. Dadurch nehmen sie nicht nur n3- sondern auch n6-Fettsäuren auf und kommen auf ein relativ ausgeglichenes Fettsäureverhältnis. Außerdem erhalten sie hierdurch vielfache Antioxidantien und zahlreiche andere Mikronährstoffe.

Fischöl-Kapseln sollten auf keinen Fall isoliert eingenommen werden. Die Zufuhr von zusätzlichen Antioxidantien ist essenziell, um die Fettsäuren vor Oxidation zu schützen.

Ist in Fischöl-Kapseln nicht Vitamin E enthalten?

Ich habe mit dutzenden Fischöl- und Krillöl-Herstellern geredet und musste feststellen, dass selbst hier die durchschnittliche Kompetenz zum Thema Antioxidantien mangelhaft ist.

Vitamin E wird in den meisten Fischöl-Kapseln schon mal nur in Form von Alpha-Tocopherol verwendet. Es gibt jedoch verschiedene natürliche Formen von Vitamin E, Alpha-Tocopherol ist nur eine davon und hemmt unter anderem die einzigartige antioxidative Wirkung von Gamma-Tocopherol. Ein Grund, warum einzeln hochdosiertes Alpha-Tocopherol keine gute Idee ist. Tocopherole sollten idealerweise in einem natürlichen Gemisch vorliegen.

Denn Antioxidantien wirken in einem Netzwerk, in dem sie sich gegenseitig ergänzen. Verschiedene freie Radikale sind wie unterschiedliche Schlösser, mit einem einzigen Schlüssel kommen wir hier nicht weit. Um die Bedrohung von freien Radikalen zu neutralisieren, brauchen wir deshalb ein natürliches Netzwerk aus vielen verschiedenen Antioxidantien. Leider darf Alpha-Tocopherol dennoch auf Etiketten offiziell als “Vitamin E” bezeichnet werden.

Zudem reicht Vitamin E alleine nachweislich nicht aus, um die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Fischöl-Kapseln vor Oxidation vollständig zu schützen. Deshalb sind laut einer norwegischen Studie auch über 95% der Fischöl-Produkte am Markt bereits ranzig, bevor sie überhaupt in unserem Kühlschrank landen. Guten Appetit!

Auch um vor Oxidation in unserem Körper zu schützen, reicht Vitamin E alleine nicht aus (wie gesagt: Netzwerk). Sinclair hat seine Eskimo-Diät täglich durch die Einnahme von Vitamin-E ergänzt. Geholfen hat es nichts. Studien, die zum Beispiel den Wert von MDA gemessen haben, belegen diese Annahme. Die falsche Einnahme von Fischöl-Kapseln erhöht den oxidativen Stress im Körper.

Vitamin E alleine reicht nicht aus, um die Oxidation von ungesättigten Fettsäuren zu verhindern. Alpha-Tocopherol ist nur eine Form von Vitamin E.

Die Wirkung von Fischöl-Kapseln

Zahlreiche Studien belegen die positive Wirkung einer zusätzlichen Einnahme der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA durch Fischöl-Kapseln. Harvard hat einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren als die höchste ernährungsbedingte Todesursache in den USA erklärt, noch vor dem Konsum von gefährlichen Transfetten. In der “Physicians’ Health Study” wurde die Konzentration von EPA und DHA im Blut der Probanden gemessen. Die Gruppe mit den höchsten Werten hatte ein 90% geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, im Vergleich zur Gruppe mit der niedrigsten Konzentration im Blut.

[blockquote quote=”Für Ihre Gesundheit sollten Sie darauf achten, jeden Tag mindestens eine reichhaltige Quelle an Omega-3-Fettsäuren zu erhalten.” source=”Dr. Frank Sacks – Prof. für Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Harvard School”]

Demgegenüber stehen Studien zur Langzeit-Einnahme von Fischöl-Kapseln, wie die “DART 2 Trial” über vier Jahre hinweg. Hier beobachtete man, dass die Einnahme von Fischöl-Kapseln das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten sogar erhöhte. Auch eine Meta-Analyse (mehrere Studien ausgewertet) von Cochrane kommt auf das kritische Ergebnis, dass die Wirkung von Fischöl-Kapseln zumindest deutlich überschätzt wurde.

Derartige Ergebnisse sind mit wissenschaftlichen Grundlagen, zur chemischen Beschaffenheit von ungesättigten Fettsäuren, eigentlich leicht zu erklären. Man muss zum Beispiel ebenso bedenken, dass viele Sportler zu hochdosierten Mengen an Fischöl-Kapseln greifen, ohne sich auch nur ein einziges Mal Gedanken über Vitamine und Antioxdantien zu machen. Dieser Schuss geht natürlich nach hinten los und derartige Probanden verzerren zusätzlich das Ergebnis von Studien und Meta-Analysen. Cochrane beweist mal wieder, dass sie nicht willens sind, diese Ergebnisse für Konsumenten oder Ärzte in Kontext zu setzen.

Negative und positive Studienergebnisse müssen in Kontext gesetzt werden. Hohe Werte an EPA und DHA werden mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall assoziiert. Die langfristige isolierte Einnahme von Fischöl-Kapseln verursacht jedoch oxidativen Stress, der für unseren Körper schädlich ist.

Worauf man beim Kauf von Fischöl-Kapseln achten sollte

Um sich vor oxidiertem Fischöl zu schützen, solltet Ihr unter anderem auf folgende Faktoren achten:

1) Viel ist nicht gleich besser: Billige Fischöl-Produkte verwenden vor allem möglichst viel EPA. Wie kurz angeschnitten, benötigt unser Körper jedoch in erster Linie die langkettige Fettsäure DHA. Enthält ein Fischöl besonders viel EPA, so führen wir unserem Körper zu viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu, mit denen er oft gar nichts anfangen kann.

2) Vitamin E: Auf keinen Fall sollte Fischöl synthetisches Vitamin E enthalten. Dieses erkennt Ihr an der Bezeichnung DL-Alpha-Tocopherol (oft auch nur Vitamin E, Tocopherol oder Tocopheroläquivalent). Natürliches Vitamin E trägt die Bezeichnung D-Alpha-Tocopherol oder gemischte Tocopherole.

3) Starke Antioxidantien: Vitamin E alleine reicht nicht aus, um die Fettsäuren vor Oxidation zu schützen. Ein gutes Fischöl sollte neben Vitamin E unbedingt auch stärkere fettlösliche Antioxidantien enthalten.

4) Qualität: Eine schonende Herstellung ist entscheidend. Idealerweise hast Du direkten Kontakt zum Hersteller und kannst somit beurteilen, ob strenge Qualitätskriterien erfüllt werden.

5) Niemals ohne Antioxidantien einnehmen: Egal wie viele Antioxidantien in einer Fischöl-Kapsel auch enthalten sein mögen, es reicht nicht aus, um das Netzwerk an Antioxdantien im Körper zu vervollständigen. Hierzu sind unter anderem zahlreiche Vitamine wie Vitamin C und Mineralien wie Zink unerlässlich. Wer weiß, dass wir an Omega3-Fettsäuren unterversorgt sind, sollte auch wissen, dass wir an Antioxidantien unterversorgt sind. Wir brauchen also mindestens ein zusätzliches Nahrungsergänzungsmittel, für eine breitgefächerte Grundlage an Antioxidantien.

Update: Wow, über 100 Kommentare alleine zu diesem Beitrag, vielen Dank! Da ich mittlerweile sehr viele Anfragen erhalte, welches Fischöl ich empfehle, habe ich Produktempfehlungen in unseren Newsletter integriert.

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Einige Quellen:   [ + ]

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  • v sagt:

    Hallo,

    ich habe immer wieder hüftnentzündung und zwar alle 3 monate mit mein 27 jahren.
    nun will ich deswegen omega3 nehmen.
    da man es nicht ohne antioxidatien nehmen kann hab ich ein gutes OPC (mit traubenkernextrakten, laut erfahrungsberichten der hamma)mit vitamin C gefunden und möchte das kaufen….es hat allerdings kein vitamin E mit drin.
    Meine frage ist nun : da Vitamin E ja ein antioxidant ist und OPC auch, sogar ein hochdosiertes welches ich gefunden habe……reicht es dann auch wenn ich nur das OPC nehme ?
    oder MUSS so oder so auch vitamin E drin sein ?
    es ist schwer ein reines vitamin präparat zu finden das nicht hochdosiert ist.
    zudem würde ich dann 3 kapseln zu mir nehmen:
    magnesium welches ich brauche, omega 3, opc und vitamin E ….erscheint mir etwas viel.

    Ich bedanke mich sehr für die antwort:-)

    liebe grüße

    • Pascal Pape sagt:

      Hallo,
      also das sind immer zwei Aspekte, die man hier beachten muss:
      1) Der Schutz im Körper
      2) Der Schutz in der Kapsel

      1) Beeinflusst Du mit OPC, das ist gut und wichtig, 2) jedoch nicht. Also: Nein, OPC alleine reicht nicht, denn: Ja, Vitamin E muss in Deinem Fischöl enthalten sein (und noch mehr) – unbedingt!
      LG

      • verena sagt:

        Danke dir,

        also muss man nicht unbediengt opc extra dafür nehmen oder ?
        könntest du auch mir per email eine marke empfehlen ?
        etwas kosten günstiges aber das genauso gut ist und seinen job tut…die kostengünstigeren sachen sind ja nicht immer schlecht.
        Gesundheitlich bediengt habe ich nur ein minijob und daher kein großes budget.

        ich danke dir vielmals lieber Pascal 🙂

      • Pascal Pape sagt:

        Hallo Verena,
        wenn das Geld sehr knapp ist, rate ich von Fischöl ab. In diesem Fall empfehle ich lieber mit einem sogenannten Basisprodukt zu starten.

        Du hast Recht, es gibt durchaus auch sehr kostengünstige Produkte. Gute Produkte sind übrigens hochdosiert, sodass man nur 1-2 Kapseln braucht. Nur billig sollten Fischölkapseln nicht sein, z.B. aus dem Discounter o.ä.
        LG Pascal

      • v sagt:

        ich habe leider mich schon 2 mal zum newsletter angemeldet aber habe keine erste email bekommen so wie es geschrieben wurde.

        Danke pascal, aufjedenfall muss gerade bei mir einfach schnell erstmal eine lösung her weil ich gerade wieder eine entzündung habe und nicht mehr die hamma tabletten nehmen kann und mich nicht krankschreiben lassen kann da ich kurz vor dem eigentlichen vertrag stehe.

        Ich weiß ja das qualität auch kostet und man in seine gesundheit mehr investieren muss aber wo kein geld ist kann leider nicht groß gehen.

        daher muss ich erstmal auf ein günstigeres produkt zugreifen bis ich dadurch dann vielleicht keine entzündungen mehr bekomme, in ein teilzeitjob wechseln kann und mir die teuren guten produkte kaufen kann.

        man muss ein anfang machen und es wenigstens versuchen das es mit den mitteln vielleicht wirkt.

        danke dir 🙂

      • Pascal Pape sagt:

        Hey,
        die Emails werden automatisch versendet, check mal Deinen Spam-Ordner, vielleicht ist es da reingerutscht.

        Von billigen Produkten kann ich nur abraten, weil Du Dir damit im Zwefelsfall mehr schadest als hilfst.. Ich wünsch Dir auf jeden Fall gute Besserung!
        LG Pascal

    • Lillian sagt:

      Hallo,
      nun habe ich dem Newsletter abonniert und möchte wissen welche
      Produktempfehlungen zu Fischöl u.a. gegeben werden.
      LG.

  • Heiko Steuer sagt:

    Hmm, eine sehr interessante Zusammenstellung.

    Dennoch lese ich die von Ihnen ausgewählte Publikation http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9168460 anders.

    Dort steht für mich, dass Vitamin E keinen Effekt auf Oxidierung der Eicosapentaensäure hat. Es gibt also keinen Grund zu mehr Vitamin E aufzurufen.

    Außerdem gibt es eine kürzlich veröffentlichte Publikation (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9168460) in der in einem Modell zur rheumatoiden Arthritis Vitamin E den positiven entzündungshemmenden Effekt der Eicosapentaensäure aufhebt.

    Vitamin E scheint von daher für mich eher fraglich.

    Wieso sollten die Omega 3 Fettsäuren in Ihren Augen unbedingt in ihrem Zustand gehalten werden? Vielleicht beruht die große Wirkung ja gerade darauf, dass die Fettsäure verändert wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Heiko Steuer

    • Pascal Pape sagt:

      Hallo Heiko,
      da hast Du absolut Recht, isoliertes synthetisches Vitamin E alleine reicht definitiv nicht aus. Aber das ist doch genau das, was ich schreibe. 🙂

      Ob zusätzliches natürliches Vitamin E und andere Antioxidantien sinnvoll sind, ist eine eigene Diskussion für sich. Natürliches Vitamin E hemmt definitv die Oxidation von Fettsäuren, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Deshalb braucht man weitere Antioxidantien. Etwas genauer diskutieren wir das Thema im Newsletter.

      Dass ein natürliches Vitamin eine natürliche Funktion einer natürlichen Fettsäure im Körper aufhebt, halte ich für sehr weit hergeholt. Glaubst Du das denn? Das würde zum Beispiel auch nahelegen, dass ranziger Fisch genauso gesund wäre wie frischer Fisch. Hier würde ich mir die Studie mal im Detail ansehen und einige weitere Studien miteinbeziehen.
      LG

  • Sebastian sagt:

    Hallo Pascal,

    vielen Dank für die Informationen.
    Ich nehme Omega-3-Kapseln (Kein Krillöl) zusammen mit 12 mg Astaxanthin. Dazu nehme ich täglich Lavita und noch Magnesium.

    Ich würde mich über eine Empfehlung zu den Omega-3-Kapseln freuen.

  • Klaus sagt:

    Hallo,
    Welche Kapseln empfehlen sie?
    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus

  • Heike sagt:

    Meine Frage ist vielleicht etwas “ungewöhnlich”, denn sie bezieht sich auf meinen 6-monate alten Hund.
    Sie wird mit Frischfleisch gefüttert und zwar nach dem”Beutetierschema”, somit erhält sie Muskelfleisch, Innereien (Lunge,Herz,Niere,Leber), Knochen, Blut, Magen … in annähernd der Zusammensetzung, in der sie in einem Beutetier eines Wolfes vorkommen.
    Da das Fleisch aus konventioneller Tierhaltung aber weniger Omega-3-Fettsäuren enthält, als Wild oder Fleisch aus Weidetierhaltung, wird auch hier die Zugabe von Fischöl empfohlen. Wir verwenden Wildlachsöl der Firma Lunderland, 5 ml pro Tag. Auch erhält unser Hund durch die Fütterung von Innereien ja Omega 6 Fettsäuren. Wäre es auch hier empfehlenswert, zusätzlich Antioxidantien zu geben bzw. wäre ein anderes Produkt empfehlenswerter?

    • Pascal Pape sagt:

      Hallo Heike,
      puuh.. kann ich nicht sicher beantworten. Ich denke Hunde werden nicht so alt, deshalb sind Antioxidantien nicht soo entscheidend, außerdem produzieren Hunde ja unter anderem ihr eigenes Vitamin C. Die Biologie ist hier eine völlig andere. Solange Dein Hund keine Beschwerden hat, denke ich nicht. Aber wichtig ist die Qualität des Fischöls – sonst erhält er ranzige Fette, das ist sicher nicht gut. LG

  • Denise sagt:

    Habe alles aufmerksam gelesen und jetzt bin ich noch verwirrter als vorher, da ich nicht weiß welches Produkt nun geeignet ist. Würde mich daher auch über eine oder mehrere Produktempfehlungen freuen. Vielen Dank!

  • Olli sagt:

    Hallo,
    bitte empfehlen Sie mir ihr Fischöl.
    DANKE

  • Gudrun sagt:

    Hallo,
    mit großem Interesse habe ich die Ausführung gelesen. Sie hat mich allerdings auch irritiert. Mein Mann und ich nehmen seit ca 3 Wochen das San Omega Öl ein. Über den hohen EPA Wert hatte ich mich gewundert und bin daher weiter am recherchieren und würde mich über ein Alternativ Vorschlag freuen. Grund der Einnahme sind schwere Herz und Lympherkrankung sowie Mitochondriopathie. Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

  • dorothee sagt:

    Hallo

    Mein Mann 38 hat seit 9 Jahren einen fersensporn der schmerzen bereitet
    Was können Sie uns empfehlen .
    Bestrahlung und spritzen halfen nur kurz

  • Monika sagt:

    Guten Tag,
    ich habe Nordic Naturals Omega-3 Liquid gekauft. Können Sie etwas zu der qualität sagen? Oder welche Marke empfehlen Sie persönlich?

    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Monika

  • Egbert Griebeling sagt:

    Herr Pape,
    Ihre Artikel wirken sehr kompetent. Leider fehlen mir, so auch hier, konkrete Empfehlungen. Hast das rechtliche Gründe, dass sie diese hier nicht veröffentlichen? Mich würde interessieren, welches Produkt bzw. welche Antioxidantien Sie den empfehlen.

    Herzliche Grüße

    Egbert Griebeling

  • Michael sagt:

    Hallo,
    ich nehme derzeit die Aldi-Fischöl-Kapseln mit Quark und reichlich Obst und Vitaminen etc., das sollte also nicht allzu schädlich sein.
    Was ich mich aber frage – es mag eine dumme Frage sein -: Wie sieht es mit den Nährwerten aus? Fischöl ist ja Öl, Öl hat Kalorien, wenn man sich im Rahmen einer Diät oder auch sonst kalorienreduziert oder -begrenzt ernährt sind auch 3g Öl nicht ganz unerheblich, erst recht mehrfach täglich. Oder ist das kalorienmäßig bedeutsame Öl nur in dem Umfang wie das eigentliche EPA/DHA vorhanden?
    Die gleiche Frage stellt sich beim isolierten Einnehmen der Kapseln im Rahmen des Intervallfastens 16/8: Während der Fastenperiode soll ja nichts gegessen werden, aber das erstreckt sich ja doch wohl auch auf Eiweiß (führt ja auch zu einer Insulinreaktion und hat Kalorien) und Fette/Öle. Oder sind Fette/Öle während der Fastenperiode “unschädlich” (bezogen auf die – angeblichen – zusätzlichen benefits des IF aufgrund der fehlenden Nahrungszufuhr). Es gibt ja Autoren, die empfehlen des sog. Bulletproof-Kaffee während des Fastens – es leuichtet mir schlichtweg nich ein, warum das Zufuhren von Löffelweise Fett/Öl das Fasten, das ja ohnehin nur 16 Stunden dauert, wovon wirklich “zusätzlich” nur die paar Stunden vom Aufstehen bis nach Mittag sind, unterstützen soll.

    • Pascal Pape sagt:

      Hallo Michael,
      da muss ich Dich leider enttäuschen. Ich rate allgemein davon ab, Nahrungsergänzungen beim Discounter zu kaufen. Auch wegen der Konzentration, die Du ansprichst. Hochwertiges Fischöl ist tatsächlich hochkonzentriert, sodass Du nur 1-2 Kapseln brauchst. Bei billigen Produkten dagegen brauchst Du 10+ Kapseln , um auf eine nennenswerte Menge zu kommen – zudem lässt die Qualität zu wünschen übrig. Das erkläre ich auch in meinem Ratgeber: Die 7 unsinnigsten Nahrungsergänzungen. LG

  • Harald sagt:

    Alpha-Tocopherol ist nur eine Form von Vitamin E.

    Soweit o.k.
    Weiter unten wird weiter aufgeschlüsselt und DL-Alpha-Tocopherol als das “böse”, D-Alpha-Tocopherol als das “gute” beichnet und weiter oben Gamma-Tocopherol ebenfalls als gut.

    Ich gestehe ich bin ein klein wenig verwirrt. 🙂

    Ansonsten freue ich mich auf dne Newsletter, wenn dann mal die mail konnt die ich bestätigen soll. denn im Spamfilter hängst sie nicht.

    • Pascal Pape sagt:

      Kann passieren. 🙂

      Es gibt von jedem Nährstoff verschiedene Formen – bei Vitamin E sind das die einzelnen Tocopherole. Jedes Tocopherol darf offiziell als Vitamin E bezeichnet werden – das ist schlichtweg Defintion. Aber am Besten ist es natürlich, wenn man alle verschiedenen “Vitamin Es” aufnimmt.

      Beim synthetischen Vitamin E nimmt man nur das eine Tocopherol heraus, gleichzeitig ist es aber noch abgeändert. Also vollkommener Unsinn und unnatürlich. LG

  • Julia Freil sagt:

    Hallo Pascal,

    Deine Artikel sind sehr informativ und interessant, echt super!
    Nun würde mich auch interessieren, welches Produkte du empfehlen würdest, sowohl Fischöl als auch Antioxidantien. Könntest du mir eine Mail schicken?

    LG Julia

  • Katrin sagt:

    Hallo Pascal, wieder sehr informativ und gut geschrieben dein Artikel.
    Vielen Dank! Könntest du mir bitte per Mail schreiben, ob meine Wahl der NEMs gut ist?
    Ich bestelle bei Vitaminexpress, weil da die Angaben der Inhaltsstoffe und die Zutaten genau aufgelistet sind.
    Vom Krillöl bist du ja nicht so überzeugt, aber findest du die Zusammensetzung Tagesportion: 2 Kapseln (400mg Phospholipide, 150 EPA, 90 DHA, 2000mcg Astaxanthin, 74mg Cholin) ok und ausreichend an Antioxidantien? Nehme auch OPC, Q10 und ein Multivitamin/Mineralstoff
    Freu mich über deine Antwort per Mail. Vielen Dank. LG katrin

  • Dolph sagt:

    Hallo, benutze die Fischölkapseln von Syglabs – sind die in Ordnung – es steht nur Vitamin E drauf aber nicht welche Form? Schönen Gruß Dolph

  • Ingeborg sagt:

    Hallo und guten Morgen,
    nehme seit kurzem Omega3 Fischölkapseln (NuU Nutrution)
    1 Kapsel , da meine Cholesterinwert und Blutdruckwerte zu hoch sind.
    Ist das in Ordnung ?
    liebe Grüße

  • Stefanie sagt:

    Hallo Pascal,

    Ich habe gelesen, dass Fischöl Kapseln belastet sind mit anderen Schadstoffen wie Quecksilber, Schwermetalle oder Antibiotika etc. Wie sieht es denn mit deiner Empfehlung aus – werden bewusst solche Zusatzstoffe vermieden (ich gehe davon aus, dass diese nicht belastet sind, wenn du sie empfiehlst)? Vielen Dank im Voraus!

    Viele Grüße
    Stefanie

    • Pascal Pape sagt:

      Hallo Stefanie,
      das ist richtig, gerade billige Fischöle sind stark belastet. Meine Empfehlungen sind selbstverständlich so rein wie möglich, werden zudem gefiltert und enthalten so nur wenige tausendstel an Schadstoffen im Vergleich zu herkömmlichen Fisch (pro KG gerechnet, bei einer kleinen Kapsel also noch viel weniger). LG

  • Annette sagt:

    Hallo Pascal,
    erst einmal danke für deinen fundierten Bericht!
    Zur Zeit beschäftige auch ich mich mit Omega3 Fettsäuren und möchte mir ein gutes Fischöl kaufen. Die Verunsicherung ist groß und je mehr ich die unterschiedlichen Meinungen höre, nimmt sie eher noch zu.
    Du schreibst z.B. in deinem Artikel, dass billige Fischöl-Produkte vor allem viel EPA enthalten würden. Kannst du mir bitte die Quelle nennen, woher du diese Aussage hast?
    Und zweitens interessiert mich noch, was schlechter an EPA sein soll als an den DHA?
    Ich bin andererseits bei meinen Recherchen darauf gestoßen, dass es für die Qualität des Fischöls keinen Unterschied machen würde, ob nun der EPA Gehalt höher ist oder der DHA Gehalt.
    Lediglich die Sorte der Fische aus welchen das Fischöl gewonnen ist, entscheidet logischerweise ob mehr EPA enthalten ist oder mehr DHA. Öl aus Sardinen und Anchovis enthält beispielsweise mehr EPA. Kabeljau enthält z.B. mehr DHA als EPA, also ist das Öl reicher an DHA.
    Für die Qualität entscheidend ist der TOTOX- Wert. Wenn der sehr niedrig ist, spricht das für eine geringe Oxidation.
    Ist TOTOX eigentlich das Selbe wie der ORAC- Wert?
    Meine Güte ist das kompliziert….Da kann man ja gleich eine Doktorarbeit schreiben….
    Lieben Gruß
    Annette

    • Pascal Pape sagt:

      Hallo Annette,
      ja, das Thema ist ein bisschen komplexer. 🙂 Wenn Du es einfach willst, kannst Du einfach zu den Produkten greifen, die ich auch selbst verwende. Wie ich selbst ergänze und warum, erkläre ich Schritt für Schritt in meinem Newsletter.
      Weil das Thema viele interessiert, plane ich auch gerade einen Ratgeber, der alle Fragen rundum Omega-3-Fettsäuren ein für allemal klärt. Näheres dazu dann auch im Newsletter. LG

  • Anna sagt:

    Hallo Pascal, vielen dank für Dein Artikel! Kannst Du mir bitte ein hochwertiges Fischöl empfehlen? LG Anna

  • Anna sagt:

    Hallo Pascal,
    ist die Omega 3 aus Algenöl gut?
    LG Anna

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