Die Krillöl-Lüge – 10 Behauptungen überprüft

Pascal Pape

Aktualisiert: 15.5.2022

Krillöl…

  • Die neue Generation der Omega-3-Fettsäuren
  • Wird 6x besser aufgenommen als Fischöl
  • 48x mehr Antioxidantien
  • Frei von Schadstoffen
  • Frisch, rein und nachhaltig

So zumindest lauten die Werbeaussagen. Mittlerweile ist Krillöl ein absoluter Hype und die Industrie über 160 Millionen Euro schwer.

Doch darf man alles glauben, was die Krillöl-Verkäufer dieser Welt schreiben?

Lass uns den 10 häufigsten Werbeaussagen auf den Zahn fühlen und mal genauer hinschauen. Du wirst erstaunt sein, wie viel Wahrheit wirklich dahinter steckt.

Die Wirkung von Krillöl

Die Wirkung von Krillöl, so heißt es:

  • Krillöl ist gut für die Herzgesundheit, macht das Blut dünner und normalisiert Cholesterinwerte.
  • Krillöl kann PMS reduzieren.
  • Krillöl bekämpft Entzündungen im Körper und kann Schmerzen lindern.
  • Krillöl ist gut für das Hirn und die Konzentration.
  • Krillöl wird unterstützend eingesetzt bei: Rheuma, Arthrose, Arteriosklerose, Herzproblemen, Psoriasis, …

Die Liste geht endlos weiter. Diese Aussagen sind an sich korrekt und wurden durch Studien bestätigt.

Doch die Wirkung ist nicht vollkommen einzigartig, sondern kommt vor allem von den langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA – wie wir sie zum Beispiel auch in Fischöl finden. Wir nehmen über unsere moderne Ernährung tendenziell zu viele Omega-6-Fettsäuren auf und haben gleichzeitig einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren. Dadurch entsteht eine Disbalance, die ungesund ist und Entzündungen fördert. Sowohl mit Krillöl als auch mit Fischöl können wir den Mangel ausgleichen und wieder in Balance bringen.

Zum Vergleich (CRP = ein Marker für Entzündungen):

  • In einer Studie mit Krillöl konnte man den CRP-Wert um 15% – 30% senken.
  • In einer Studie mit Fischöl konnte man den CRP-Wert um 36% senken.

Einleuchtend, denn beide enthalten dieselben Omega-3-Fettsäuren.

Warum also die Euphorie über Krillöl? Was soll es so besonders machen?

Die nachgewiesene Krillöl Wirkung kommt vor allem durch die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.

Werbeaussagen analysiert:

1) Krillöl enthält hochdosiert Omega-3-Fettsäuren

Immer wieder lese ich von „hochdosiertem“ Krillöl oder „extra reich“ an Omega-3. Bis heute habe ich aber noch kein einziges Produkt entdeckt, das dem Namen gerecht wird. Das wird gerne verschleiert, indem man nur den Gehalt an Krillöl angibt, statt den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren.

Prinzipiell ist Krillöl deutlich niedriger dosiert. Meistens finden wir pro Kapsel rund 100-150mg an EPA/DHA. Hochwertige Fischöl-Kapseln dagegen enthalten über 500-600mg EPA/DHA pro Kapsel – also rund 5x so viele Omega-3-Fettsäuren.

Doch wie viel braucht man überhaupt? Völlig egal, was ein Hersteller auf die Packung schreibt: Eine geeignete Tagesmenge an langkettigen Omega-3-Fettsäuren liegt bei mindestens 1.000mg – (v.a. EPA und DHA). Vergleicht man stichprobenartig die Kosten pro Tagesdosis, erhält man folgendes Bild:

Sprich: Krillöl ist nicht nur niedriger dosiert, sondern auch deutlich teurer als Fischöl. Bedenke, dass wir hier bereits mit dem top Fischöl am Markt vergleichen – also mit dem Porsche unter den Ölen.

Anders gesagt: Um Dich mit Krillöl gut an Omega-3-Fettsäuren zu versorgen, müsstest Du ~150€ / Monat investieren. Krillöl muss folglich irgendeine Besonderheit haben, um den Preis zu rechtfertigen.

Eine gute Quelle an Omega-3-Fettsäuren? Krillöl ist rund 5x so teuer wie Fischöl.

2) Krillöl hat eine viel höhere Bioverfügbarkeit (als Fischöl)

„In Fischöl liegen Omega-3-Fettsäuren als Triglyceride vor. In Krillöl dagegen sind sie an Phospholipide gebunden. Deshalb werden die Fettsäuren aus Krillöl deutlich besser aufgenommen – satte 6x besser.“

Wenn unser Körper Fettsäuren aus Krillöl 6x besser aufnehmen würde, dann würde das natürlich einen 5x höheren Preis rechtfertigen.

Diese Aussage ist jedoch falsch. Sie basiert auf einer alten Studie, die längst überholt ist. Denn die Studie wurde von einem Krillöl-Hersteller finanziert und hatte zwei Fehler:

  1. Es wurde (natürlich rein zu fällig) ein Fischöl von absolut minderwertiger Qualität verwendet. Man verglich also Birnen mit faulen Äpfeln.
  2. Der Zeitraum von 72 Stunden war viel zu kurz.

Studien danach haben gezeigt: Umso länger der Zeitraum, desto mehr schwindet der Unterschied der Bioverfügbarkeit – auf maximal 33%, aber zum Teil war gar kein Unterschied mehr feststellbar.

Die Ergebnisse wundern auch nicht, denn der Mensch isst nunmal seit hunderttausenden Jahren Fisch und kein Krill. Unser Körper ist darauf spezialisiert Triglyceride zu verarbeiten. Es wäre schon seltsam, wenn er das plötzlich verlernt hätte.

Die Bioverfügbarkeit von Krillöl ist 0% bis maximal 33% höher – das rechtfertigt nicht den 5x höheren Preis.

3) Krillöl ist reich an Antioxidantien

Antioxidantien schützen unsere Zellen vor freien Radikalen, frühzeitiger Alterung, Schäden und Toxinen. Krillöl soll besonders viele Antioxdantien liefern – 48x mehr als Fischöl.

Das Argument ist völlig unseriös, da Krillöl in Wahrheit kaum Antioxidantien enthält.

Damit es gut aussieht, vergleicht man wieder mit einem x-beliebigen (minderwertigen) Fischöl, das noch weniger Antioxidantien hat. Vergleicht man aber nur mal mit anderen Lebensmitteln, fliegt der Bluff schnell auf. So liefert bereits ein Teelöffel Olivenöl ein Vielfaches mehr an Antioxidantien als Krillöl.

Messen kann man das zum Beispiel mit dem sogenannten ORAC-Wert. Der ORAC zeigt das antioxidative Potenzial. Hier nur mal ein Vergleich:

 

Das Fischöl, das ich selbst verwende, liefert übrigens einen ORAC, der jedes Krillöl wie ein Gummibärchen aussehen lässt.

Krillöl ist keine gute Quelle für Antioxidantien. Selbst Olivenöl liefert mehr.

4) Krillöl-Kapseln sind reich an Astaxanthin

Auch diese Aussage ist lächerlich. Astaxanthin ist ein starkes Antioxidans und verleiht Krillöl-Kapseln die rote Farbe. Eine typische Krillöl-Kapsel enthält 25µg Astaxanthin, mit der offiziellen Tagesdosis kommt man auf ~50µg.

Das ist aber nicht viel. Das ist wenig. „Reich“ wäre vielleicht die 10-fache Menge, also 500µg.

Zum Vergleich: Eine kleine Portion Wildlachs enthält bereits rund 6.000µg Astaxanthin. Das ist 240x mehr als in einer Kapsel Krillöl. Das heißt: Selbst wenn Du nur alle 3-4 Monate eine Portion Lachs, Garnelen oder Krebs essen würdest, hättest Du bereits mehr Astaxanthin als mit Krillöl.

Ich bin ein absoluter Fan von Antioxidantien. Astaxanthin ist super. Astaxanthin ist wertvoll. Aber es ist kein Wundermittel. Und Du bräuchtest auch hier wieder täglich 10+ Krillöl-Kapseln, nur um Dich mit Astaxanthin zu versorgen.

Krillöl enthält in Wahrheit kaum Astaxanthin.

5) Krillöl ist besonders frisch

Ranzige Öle sind generell ein großes Problem. Selbst die pflanzlichen Öle im Supermarkt sind größtenteils ranzig. Deshalb ist es besonders wichtig auf Frische und Qualität zu achten – vor allem bei Ölen.

Antioxidantien schützen die empfindlichen Omega-3-Fettsäuren vor Oxidation – also davor, ranzig zu werden. Krillöl soll besonders viele schützende Antioxidantien enthalten und deshalb besonders frisch sein.

Dass auch diese Aussage Unsinn ist, kannst Du Dir bereits selbst zusammenreimen. Doch darauf müssen wir uns nicht verlassen. Mittlerweile gibt es Studien, die mal verschiedene Öle verglichen haben. Gemessen wurde der sogenannte TOTOX, also die totale Oxidation (niedriger = besser). Die rote Linie zeigt das empfohlene Maximum:

Hoppla..

Auch das durchschnittliche Fischöl schneidet nicht gut ab. Aber wie gesagt: Das ist ein bekanntes Problem. Deshalb ist es wichtig, auf top Qualität zu achten.

Krillöl schnitt in Studien absolut katastrophal ab. Kein anderes Öl war derart alt und ranzig, wie Krillöl.

6) Krillöl verursacht kein fischiges Aufstoßen wie Fischöl

Stimmt. Krillöl verursacht krilliges Aufstoßen.

Wenn Du übel fischig/krillig aufstoßen musst, ist das schlicht ein Zeichen von schlechter Qualität – durch alte ranzige Fette. Wer auf gute Qualität achtet, wird mit Aufstoßen keine Probleme haben. Wie gerade analysiert, ist Krillöl aber eben nicht frischer, im Gegenteil.

Warum verursacht Krillöl trotzdem scheinbar weniger Aufstoßen?

Ganz simpel: Weil einfach viel weniger drin ist. Das ist der ganze Zauber.

Viele lassen sich vom Marketing blenden und schlucken winzige Kapseln, mit winzigen Mengen. Man muss aber die Dosis auf ~10 Kapseln pro Tag erhöhen, um auf vernünftige Mengen an Omega-3-Fettsäuren zu kommen.

Ich war so lebensmüde und habe den Selbstversuch mal gewagt und verschiedene Produkte getestet. Meine Erfahrung mit Krillöl: Bei richtiger Dosierung, waren alle von mir getesteten Kapseln mehr als eklig und haben übel aufgestoßen.

Billiges Krillöl verursacht genauso „übles Aufstoßen“ wie billiges Fischöl. Es ist eine Frage der Qualität.

7) Krillöl ist besonders rein und enthält keine Schadstoffe

Geworben wird mit Bildern aus der Antarktis. Und ja, in der Theorie sollte der Krill weniger Schadstoffe enthalten. Da er klein ist, am Anfang der Nahrungskette steht und weniger Schadstoffe aufsammelt als zum Beispiel ein Fisch.

Aber die Praxis sieht anders aus: Denn Du isst keinen Krill, sondern konzentriertes Krillöl.

Unsere Meere sind schwer belastet, mit Schwermetallen, Verschmutzungen, Schadstoffen verschiedenster Art. Die Antarktis ist da keine Ausnahme. Deshalb ist es entscheidend, dass jegliches Öl aus dem Meer gründlich gefiltert wird – das gilt für Krillöl genauso wie für Fischöl.

Schon vor Jahren war meine Vermutung, dass Krillöl-Hersteller an diesem Schritt sparen (weil das den Preis noch weiter nach oben treiben würde). Und Studien belegen mittlerweile meine Befürchtung: Es wurde das Schadstoffprofil von verschiedenen Fischöl- und Krillöl-Kapseln am Markt analysiert und verglichen. Das Ergebnis:

  • Krillöl-Kapseln sind nicht besonders rein, sondern liegen lediglich im Mittelfeld.
  • Manche Fischöle schnitten schlechter ab, manche aber auch deutlich besser.
  • Krillöl enthält andere, aber nicht weniger Schadstoffe.

Bei einigen Schadstoffen wie HCB (Hexachlorbenzol) ist es besonders extrem. Der beste Fischöl-Wert liegt bei nur 27, der von Krillöl bei bis zu 9.900.

Wie sieht es aus, Zeit für eine neue Schlagzeile? „Fischöl: 366 mal besser als Krillöl!“ Spaß beiseite. Aber die Studien zeigen: Lieber ein gut gefiltertes Fischöl als ein schlecht gefiltertes Krillöl.

> Mehr dazu in meinem Artikel Krillöl VS Fischöl Kapseln

Krillöl ist nicht frei von Schadstoffen. Im Vergleich schneiden Krillöl-Kapseln nur mittelmäßig ab.

8) Krillöl ist nachhaltig

Um es mit den Worten von Greenpeace zu sagen: Diese Behauptung ist absurd.

Er ist nicht nur Grundnahrung für zahlreiche Fische und Wale. Sondern der Krill ist selbst ein wichtiger Teil des Kohlenstoffzyklus und absolut entscheidend für unser Ökosystem.

Deshalb schreibt Greenpeace: „Besonders rein? Besonders umweltschädigend! […] Der Krill hat bereits an anderer Front ausreichend zu kämpfen: Klimaerhitzung und Meeresversauerung setzen den Beständen auch ohne ausufernde Fischerei zu.“

Zurecht. Natürlich kann man den Krill kontrolliert fangen. Aber Fakt ist: Dass wir gar nicht sagen können, ab welcher Menge das Ökosystem nachhaltig geschädigt wird. Erschreckenderweise kommt noch hinzu, dass der Großteil des Krills nicht einmal verarbeitet werden kann – rund 80-90% landen im Müll.

Wer ein wirklich 100% nachhaltiges Produkt sucht, sollte zu Algenöl greifen – das übrigens auch günstiger ist als Krillöl.

Greenpeace warnt: Die Krillöl-Fischerei ist hochgefährlich für unsere Umwelt.

9) Krillöl ist besser als Fischöl

Nochmal Klartext: Am Ende geht es jedem von uns um die wertvollen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Insbesondere DHA wird täglich in Hirn und Herz eingebaut. DHA ist die wichtigste Fettsäure in unserem Körper. Doch gerade davon finden wir in Krillöl eigentlich nur wenig, viel zu wenig.

Immer wieder wird suggeriert: Man braucht nur ganz kleine Mengen Krillöl, weil es so unheimlich gut in den Zellen ankommt.

Stimmt das? Kann es sein, dass sie wirklich so viel besser verarbeitet wird? Durch Phospholipide oder irgendeinen anderen unentdeckten Effekt?

Die Antwort ist schlichtweg: Nein. Es ist und bleibt Bauernfängerei. Auch hierfür gibt es längst Studien.

Teilnehmern wurde eine typische Tagesmenge an hochdosiertem Fischöl oder eine typische Tagesmenge an Krillöl gegeben. Dann hat man gemessen, wie viel EPA und DHA in den Zellen eingebaut wurde. Hier das Ergebnis nach 28 Tagen:

 

Nur um sicherzugehen: Die blaue Linie zeigt nicht Krillöl, sondern hochdosiertes Fischöl.

Bei DHA ist der Unterschied besonders extrem: Mit hochdosiertem Fischöl war der Anstieg an DHA in den Zellen 6x so hoch wie mit Krillöl.

Und wie gesagt, genau darum geht es. Es gibt über 16.000 Studien, die belegen, wie wertvoll Omega-3-Fettsäuren für uns sind – egal ob bei Krankheiten oder für Gesunde.

Zu Krillöl gibt es dagegen nur ein paar von Herstellern finanzierte Studien und nicht mal die sind überzeugend. Es gibt auch keine Langzeit-Erfahrungen mit Krillöl.

Ist Krillöl vielleicht sogar schädlich? Das glaube ich nicht. Aber es gibt durchaus Studien, die Fragen aufwerfen. Zum Beispiel stiegen bei einigen Teilnehmern die Omega-6-Fettsäuren im Blut an, wenn sie Krillöl nahmen – obwohl es diese eigentlich senken sollte. In einer anderen Studie sank bei 23% der Teilnehmer der Wert der Omega-3-Fettsäure EPA im Blut – obwohl er sich erhöhen sollte. Wissenschaftler konnten es sich nicht erklären, aber derartige Ungereimtheiten kamen mehr als nur einmal vor.

Vergleicht man die Tagesdosis, kommt Omega-3 aus hochdosiertem Fischöl besser in den Zellen an als Krillöl.

10) Krillöl ist Premium

Zu guter Letzt:

  • DM: Premium Omega-3 Krillöl
  • Premium: Superba Antarktis Krillöl
  • Krillöl Royal

Egal wie billig der Hersteller, jeder schreibt von „höchster Qualität“. Ist Krillöl vielleicht einfach immer premium Qualität?

Natürlich nicht. Wie bei allen Nahrungsergänzungen – wie eigentlich bei allen Lebensmitteln – gibt es auch hier massive Unterschiede in der Qualität.

Vielleicht weißt Du, dass zum Beispiel billiges Olivenöl im Supermarkt gerne „gepanscht“ wird. Man nimmt also ein paar Prozent kaltgepresstes Öl und mischt es mit billigem Öl, um mehr Masse zu erhalten. Das wird dann als „extra nativ kaltgepresst“ oder „premium“ verkauft.

Bei Krillöl ist es exakt dasselbe..

Analysen haben gezeigt, dass mindestens 45% der Produkte gepanscht werden. Das heißt: Du kaufst Krillöl, erhältst aber in Wahrheit einen Mix aus Krillöl und billigem Lachsöl. So kommen die enormen Preisunterschiede zustande. Deshalb solltest Du Deine Nahrungsergänzungen niemals bei DM, Rossman oder Amazon kaufen. Billig bleibt billig.

Krillöl ist nicht pauschal premium Qualität.

Fazit: Die Wahrheit über Krillöl

Krillöl wird mit Bildern der Antarktis beworben, mit der Reinheit der unangetasteten Natur. Das geheime Wundermittel – so geheim, dass niemand weiß warum. Krillöl soll angeblich in kleinsten Mengen Krankheiten heilen, sensationell aufgenommen werden und auf mysteriöse Weise Wunder bewirken. Doch all diese Werbeaussagen sind reine Märchen.

Bei Nahrungsergänzungen ist Qualität das A und O.

Wenn Du das bereits weißt, bist Du auf dem richtigen Weg.

Aber wer bietet Krillöl an?

Billighersteller, DM, China-Ware auf Amazon. Verkäufer, die Argumente erfinden und Verbraucher mit falschen Werbeaussagen anlocken. Startups, die keine Ahnung haben, aber das schnelle Geld machen wollen.

Dagegen kenne ich keinen einzigen seriösen Qualitäts-Hersteller, der Krillöl im Angebot hat. Und das aus gutem Grund.

Die Wahrheit über Krillöl: Es ist und bleibt ein Maketing-Gag. Die meisten Krillöl-Kapseln sind nicht premium, sondern haben absolut minderwertige Qualität, zu einem völlig überteuerten Preis. Denn die kleinen roten Kapseln verkaufen sich einfach gut. Deshalb hat es Krillöl auch auf meine Liste der 7 unsinnigsten Nahrungsergänzungen geschafft.

Meine Empfehlung: Finger weg von Krillöl. Und Finger weg von jedem Hersteller, der Krillöl mit irreführender Werbung anpreist.

Die bessere Wahl: Hochwertiges Fischöl oder hochwertiges Algenöl – von einem seriösen Hersteller, der auf top Qualität achtet. Wenn Du das noch in gesunde Ernährung und eine ganzheitliche Basisversorgung einbettest, bist Du wirklich rundum gut versorgt: Von Antioxidantien bis Omega-3-Fettsäuren.

Der Krill, aus den Tiefen der Antarktis, ist sicherlich kein Nahrungsmittel, das wir Menschen in freier Natur zu uns nehmen würden. Fisch dagegen isst der Mensch seit hunderttausenden von Jahren und hat sich als beste Quelle für Omega-3-Fettsäuren bewährt.

Also warum Krillöl? Habe ich einen Punkt vergessen? Schreib es mir in den Kommentaren, ich bin gespannt. 🙂

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